Neustart beim FSV Mainz 05 - Kaluza führt Vorstand

Die Mitglieder vom 1. FSV Mainz 05 suchen einen Nachfolger von Präsiden Harald Strutz

Erst verabschiedete sich Harald Strutz mit einem emotionalen Auftritt vom FSV Mainz 05, dann gratulierte der langjährige Vereinspräsident seinem Nachfolger Johannes Kaluza.

Kaluza erhielt im zweiten Wahlgang 498 Stimmen und setzte sich gegen den bisherigen Vize-Präsidenten Jürgen Doetz (72/458 Stimmen) durch.

Rechtsanwalt Strutz, der seit 19. September 1988 Vereinsboss war, hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

"Wir müssen den Dialog mit den anderen Traditionsvereinen suchen, denn das Geschäftsmodell des bezahlten Fußballs zwingt den Vereinen einen knallharten Kapitalismus auf", sagte Kaluza weiter. Kaluza machte eine Wahlkampfrunde durch die Fan-Clubs, war Dienstag in Hechtsheim auf einer Versammlung der Ultras: "Ich habe ihnen mein Programm vorgestellt, das hat sie wohl überzeugt".

Der Jurist unterließ aber eine Abrechnung mit seinen Kritikern. Ende 2015 war bekannt geworden, dass sein Ehrenamt mit rund 23.000 Euro im Monat vergütet wurde. Sein Abschied war eher emotional. "Ein kleines Stück meines Herzens bleibt bei Mainz 05", sagte Strutz sichtlich ergriffen und wurde in Halle 45 im Stadtteil Mombach mit Standing Ovations belohnt.

In sehr persönlicher Art hatte sich zuvor Harald Strutz nach knapp 29 Jahren an der Spitze des Vereins verabschiedet. Demnach hat der Klub einen Rekordumsatz von 109,5 Millionen Euro erzielt, der Gewinn zum 30. Juni beläuft sich auf mehr als zehn Millionen Euro. Die genauen Zahlen werden erst bei der turnusmäßigen Sitzung im Herbst bekanntgegeben. Erstmals haben die Mainzer einen hauptamtlichen Aufsichtsrat, der aus acht Mitgliedern besteht.

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