Arbeiten für Exhumierung von Salvador Dalí haben begonnen

Die Gruft im Untergeschoss des Theater-Museum Dalí in Figueres, in der der katalanische Künstler Salvador Dali seine letzte Ruhe fand

Der Leichnam des legendären spanischen Surrealismus-Künstlers Salvador Dalí wird an diesem Donnerstag exhumiert. Ein Richter hatte im Juni die Exhumierung zur Klärung einer Vaterschaftsklage angeordnet. Die Klage war von einer Frau eingereicht worden, die versichert, ihre Mutter habe Mitte der 1950er eine heimliche Liebesbeziehung zu Dalí gehabt.

Pilar Abel Martínez, eine Tarotkarten-Legerin, kämpfte seit zwei Jahrzehnten vor Gericht darum, die Vaterschaft klären zu lassen. Ein DNA-Test soll nun Aufschluss geben. Sein Vermögen und die Rechte auf seine Werke vermachte er dem spanischen Staat und der Stiftung "Fundación Gala - Salvador Dalí".

Vor dem Museum hatten sich zahlreiche Reporter aus aller Welt und viele Schaulustige versammelt.

Die Exhumierung könnte laut Medienberichten die ganze Nacht dauern, da das Grab zudem von einer eineinhalb Tonnen schweren Marmorplatte bedeckt ist. Das Ergebnis der DNA-Abgleichung werde vermutlich frühestens in einem Monat vorliegen.

Erst am Freitagmorgen wollte die Gala-Salvador-Dalí-Stiftung bei einer Pressekonferenz Details bekanntgeben. Sie hatte sich bis zuletzt gegen die Exhumierung gewehrt. Am 18. September will das zuständige Gericht dann seine Entscheidung fällen. Ihr würde aber auch ein millionenschwerer Pflichterbteil zustehen.

Der exzentrische Künstler mit dem hochgezwirbelten Schnurrbart hatte stets behauptet, impotent zu sein. Seine Ehe mit Gala (1894-1982) blieb kinderlos. Auf eigenen Wunsch wurde er in seinem Geburts- und Sterbeort Figueres unter der Glaskuppel seines "Theater-Museum Dalí" beigesetzt. Es ist im New Yorker Museum of Modern Art zu sehen.

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