Münchner Todesschütze nannte sich lange vor Tat selbst "Amokläufer"

Münchner Todesschütze nannte sich lange vor Tat selbst

Ein Jahr nach dem Amoklauf von München haben Angehörige der Opfer und Politiker an die Getöteten erinnert. Die Dokumente offenbarten einen groß angelegten und rassistischen Terrorplan, in den sich David S.in den Tagen vor dem Amoklauf hineingesteigert habe, mit Anschlagteams in mehreren Großstädten, gleichzeitigen Amokläufen an bayerischen Hauptschulen und einem Bombenanschlag mit einem Lkw.

Ein 18-Jähriger hatte damals neun Menschen getötet und sich später selbst erschossen. Er habe bei einem Klinikaufenthalt gegenüber Mitpatienten mehrfach geäußert, er wolle nicht mit seinem Namen, sondern mit "Amokläufer Z" angesprochen werden. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete zuerst darüber. Kurz nach Erreichen seiner Volljährigkeit habe der Schüler, der iranische Wurzeln hat und ursprünglich Ali hieß, seinen Namen ändern lassen. Inzwischen mehren sich allerdings Hinweise auf rechtsextremistische Motive von David S. Schon ein Jahr vor der Tat habe er davon gesprochen, dass er Menschen aus dieser Gruppe - für ihn "Kakerlaken" und "Untermenschen" - "exekutieren" werde. Das hatten zuvor auch die Grünen verlangt. Sein Vorbild war unter anderem der rechtsextremistische norwegische Massenmörder Anders Breivik. Das Motiv war den Ermittlern zufolge Rache nach jahrelangem Mobbing.

Das Mahnmal "Für Euch" von Elke Härtel - in Form eines Ringes um einen Baum - wird heute der Öffentlichkeit übergeben.

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