Ryanair bietet für marode Alitalia

Ryanair-Chef Michael O'Leary

Zudem hat der Billigflieger ein Auge auf die zum Verkauf stehende Airline Alitalia geworfen. Damit könnten einige Rivalen auf der Kurzstrecke in Turbulenzen geraten, prognostizierte Finanzvorstand Neil Sorohan.

Nach einem Gewinnsprung im Frühjahr kündigte der Billigflieger am Montag an, die Ticketpreise im Spätsommer um bis zu neun Prozent zu senken. Doch Ryanair hat Alitalia nicht allein auf dem Radar, einem Insider zufolge sind etwa zehn Offerten eingegangen.

"Da draußen sind ein paar Leute, die das Leben langsam schwierig finden", erklärte der Manager. Gerade Ryanair hat die Luftfahrtbranche mit Billigtickets von Anfang an durcheinandergewirbelt. So soll der durchschnittliche Preis für die Flüge mit Ryanair in den nächsten Monaten um bis zu acht Prozent zurückgehen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary bei der Vorlage von Quartalszahlen. Sorohan und seine Kollegen haben die Ausgaben des irischen Konzerns für neue Maschinen, Wartung und Personal derart unter Kontrolle, dass die nach Passagierzahlen größte Fluggesellschaft Europas auch die mit den niedrigsten Kosten in der Region ist. Ein solides Sommergeschäft und der späte Ostertermin sorgten demnach für ein kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum.

Dabei lesen sich die Zahlen alles andere als schlecht: Der Umsatz legte um 13 Prozent zu, der Gewinn stieg um 55 Prozent auf knapp 400 Millionen Euro. Analysten zufolge könnte dies neben Alitalia auch Air Berlin zusetzen.

Nun soll auch Ryanair ein Gebot für die angeschlagene Alitalia abgegeben haben. Am Freitag war die Frist für nicht bindende Offerten abgelaufen.

Die italienische Alitalia schreibt seit Jahren Verluste und ist zum Kauf ausgeschrieben. Trotz des laufenden Preiskampfs zeigte sich auch Spohrs Kranich-Airline jüngst optimistisch: Sie setzt auf einen Sommer-Boom und hob ihre Prognose für 2017 an. Schon in der vergangenen Woche hatte Easyjet-Chefin Carolyn McCall der Branche einen Dämpfer verpasst. Die Preiskampf-Parolen von Ryanair schickten Lufthansa-Papiere 0,8 Prozent und Easyjet-Anteilsscheine 2,8 Prozent ins Minus. Ryanair hielt an seinem bisherigen Jahresausblick fest.

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