Barrie Kosky hatte Angst vor Richard Wagners Geist

Büste Richard Wagners vor dem Festspielhaus in Bayreuth

Zum letzten Mal in Bayreuth zu sehen ist in diesem Jahr der vierteilige "Ring des Nibelungen" in der Regie von Frank Castorf.

Die Jubiläumsausstellung spüre dem Menschen und Bühnenkünstler Wieland Wagner nach, teilt das Museum mit.

Mit seinem "Parsifal"-Bühnenbild zum Neustart der Festspiele im Jahr 1951 hatte der damals 34-jährige Wieland Wagner nicht nur viele Premierengäste und Kulturkritiker, sondern auch seine Mutter Winifred entsetzt: Als sich der Vorhang öffnete, blickten die Zuschauer in einen leeren Bühnenraum". Das sei das Publikum nicht gewohnt gewesen, sagte Friedrich. Der König war zwar Richard Wagners großzügigster Gönner, Wagner aber reagierte verstimmt auf die Einzelvorstellungen. Wolfgang hatte die Festivalleitung 1951 gemeinsam mit Wieland übernommen und nach dessen Tod 1966 allein weitergeführt. Die Ausstellung hat den Titel: "Es gibt nichts Ewiges". "Wieland Wagner - Tradition und Revolution". "Wir hatten eine super Probenzeit", sagte Wagner am Montag. Nach Informationen unserer Zeitung datiert das Engagement Domingos noch in die Zeit der Co-Intendanz ihrer Schwester Eva Wagner-Pasquier.

Bayreuth. Das schwedische Königspaar und Stammgast Angela Merkel werden heute für ein wenig gesellschaftlichen Glanz bei der Eröffnungspremiere der 106. Bayreuther Festspiele sorgen. Die Partie des Wotan übernimmt im nächsten Jahr der Bariton Matthias Goerne. Hartmut Haenchen, vergangenes Jahr überraschender Debütant bei den Bayreuther Festspielen, dirigiert das Festspielorchester.

Domingos Engagement ist nicht die einzige Personalie, die bei der Pressekonferenz verkündet wurde. Als Elsa ist nun Netrebkos Kollegin Anja Harteros engagiert, die in Fachkreisen als Top-Besetzung gilt. Netrebko hatte die Partie 2016 an der Dresdner Semperoper unter dem Dirigat Christian Thielemanns gesungen und im Anschluss in einem Interview selbst erklärt, die Partie nicht mehr singen zu wollen - vor allem wegen Problemen mit der deutschen Sprache. Das kulturelle Großereignis wird auch in diesem Jahr von strengen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Die eher transparente Struktur der Partitur ist im Bayreuther Festspielhaus nicht gut aufgehoben und erfordert von dem Dirigenten ein hohes Maß an Flexibilität und Einfühlungsvermögen. Aufgeführt wird Richard Wagners Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" in einer Neuinszenierung. Er nannte seine Auseinandersetzung mit der Oper, die er seiner eigenen Aussage nach eigentlich niemals hatte inszenieren wollen, "ein Abenteuer und eine große Freude".

Dass Kosky sein Wagner-Debüt an der fränkischen Kultstätte ausgerechnet mit den "Meistersingern" wagt, dem Stück, dem in der braunen Historie Bayreuths am Übelsten mitgespielt wurde, lässt schon jetzt heftige Diskussionen erwarten.

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