Ifo-Institut: "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf"

Der Geschäftsklimaindex kletterte überraschend auf 116,0 Punkte

FXStreet - Die IFO Umfrage Deutschlands für Juli wird um 10:00 Uhr veröffentlicht. Der Geschäftsklimaindex kletterte auf 116,0 Punkte, nachdem er im Juni bei 115,2 Zählern gelegen hatte, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Dies ist der dritte Rekordwert in Folge. Auch die Erwartungen an das Geschäft der kommenden Monate verbesserte sich von 106,8 auf 107,3 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Auf dem Bau stiegen die Indizes auf nie erreichte Höhen.

In der Industrie schnellte der Teilindex im Juli ebenfalls auf einen Höchstwert und auch der Optimismus für das nächste halbe Jahr legte nochmals zu. Auch im Großhandel verbesserte sich das Geschäftsklima erneut, weil die Geschäftserwartungen deutlich anzogen.

Die Unternehmen waren außerdem noch zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Im Einzelhandel sank der Index. Die Einzelhändler dagegen waren weniger zufrieden mit ihren laufenden Geschäften und auch nicht mehr ganz so optimistisch. "Beide Komponenten liegen jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau", so die Konjunkturforscher.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Das Ifo-Institut befragt jeden Monat 7000 Führungskräfte deutscher Unternehmen nach der aktuellen Geschäftslage und den Aussichten für die kommenden sechs Monate.

Prof. Dr. h.c. Dr. "Soviel zum Stand heute, doch die Nachrichtenlage hat sich in den vergangenen Tagen deutlich verändert", mahnt Gitzel. "Vermutlich könnte es im kommenden Monat zu einem stärkeren Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex kommen".

Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der staatlichen KfW-Bankengruppe sieht die Stimmung in den harten Daten wie der Industrieproduktion widergespiegelt. "Die Kartellermittlungen gegen die deutsche Autoindustrie haben durchaus das Potenzial, zu einem breiten Stimmungsdämpfer zu werden". Skepsis äußerte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert: "So langsam fragt man sich, ob der Ifo-Index die tatsächliche Konjunkturlage noch so exakt widerspiegelt wie in der Vergangenheit". Davon wäre dann auch die Zuliefererindustrie betroffen, und in weiterer Folge dann auch der kleinere Mittelstand, so Gitzel weiter.

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