Studie: Populistische Ansichten bei rund 30 Prozent der Wähler

Studie: Populistische Ansichten bei rund 30 Prozent der Wähler

Populistische Tendenzen sind in Deutschland weit verbreitet. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, für die 1600 Wahlberechtigte in drei Umfragen interviewt wurden. Darüber hinaus seien populistische Positionen für die große Mehrheit aller Wahlberechtigten nicht wahlentscheidend.

Unter den populistisch Eingestellten zeigen sich laut Studie zwar nur 49 Prozent voll oder eher zufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie.

Sie kritisieren die Qualität der Demokratie und der Europäischen Union, was jedoch nicht zwangsläufig heißt, dass sie das System und seine Institutionen grundsätzlich ablehnen.

Populisten vertreten laut der Studie in Deutschland "eher moderate und keine radikalen Ansichten".

Gütersloh - Populistische Einstellungen sind einer Studie zufolge zwar auch in Deutschland verbreitet, aber nicht mehrheitsfähig. Vehrkamp sieht hier ein Milieu, um das die AfD sich sehr bemüht.

Populismus ist laut der Studie überwiegend für Menschen mit geringerem Einkommen und Bildung attraktiv. Von einem populistischen Klima sei Deutschland "meilenweit entfernt". Den höchsten Anteil hat - was nicht überrascht - die AfD, mit großem Abstand gefolgt von Linken, SPD und FDP. Wer CDU und Grüne wählt, sei weniger für solche Botschaften empfänglich. "Sie sind am stärksten bei unpopulistischen Wählern links der Mitte". Je populistischer die Einstellung, desto eher sinkt die Sympathie der CDU. Sie erreicht bei den nicht-populistischen Wählern eine Zustimmung von bis zu 60 Prozent, aber nur weniger als 20 Prozent unter den Populisten. "Eine Kampagne analog zum Brexit", sagt Roland Vehrkamp, "hätte bei uns nicht den Hauch einer Chance". Die SPD ist in beiden Gruppen etwa gleich stark vertreten. Ein Beispiel: "Die Parteien wollen nur die Stimmen der Wähler, ihre Ansichten interessieren sie nicht". "Der Wahlerfolg der AfD speist sich aus einem relativ kleinen Wählerspektrum", fasst Vehrkamp zusammen. "Das ist empirisch klar". Die Untersuchung zeige jedoch: Auch unter AfD-Anhängern gibt es keine allgemeine Ablehnung der Demokratie.

Insgesamt zeichnet die Bertelsmann-Studie ein positives Bild für die etablierten politischen Parteien in Deutschland und legt nahe, dass der "populistische Moment" vorbei sei. Mit systembejahenden und proeuropäischen Positionen könnte sie hingegen punkten. Wer die Entmachtung politischer Eliten fordert, verliere bei unpopulistisch wie populistisch eingestellten Menschen. Der Rest sind Wähler mit populistischen Haltungen, die zuvor andere Parteien gewählt haben, oder Protestwähler. "Das Mobilisierungsprofil der stark populistisch eingestellten AfD-Wähler ist so einseitig fokussiert wie bei keiner anderen Partei", sagt Vehrkamp. Sie befürworten eine moderate und kontrollierte Zuwanderung von Flüchtlingen.

Berlin. Mit Donald Trumps Wahl begann für viele das "Zeitalter des Populismus". Viele Menschen machten sich Sorgen und gingen wählen, weil sie sich einen stabilen Kurs wünschen.

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