Fahrplan für Opel-Übernahme steht

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Der Fahrplan für die französische Übernahme des Autobauers Opel steht. "Ich bin sehr zuversichtlich über die Art und Weise, diese Arbeit abzuschließen". Der Chef des französischen Autokonzerns mit den Marken Peugeot, DS und Citroën wiederholte frühere Ansagen, wonach das sogenannte Closing der Verträge bis zum Jahresende abgeschlossen werden solle. PSA will die insgesamt 2,2 Milliarden Euro schwere Opel-Übernahme vom bisherigen Eigentümer General Motors noch in diesem Jahr abschließen und hatte Anfang Juli dafür grünes Licht von der EU-Kommission bekommen. Die Rendite stieg im ersten Halbjahr 2017 auf 7,3 Prozent.

Es läge jetzt im Interesse von allen, dass der deutsche Autobauer nach der Übernahme so schnell wie möglich die PSA-Technologien nutze, sagt Tavares.

Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz des Konzerns im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Paris mitteilte. Den operativen Gewinn aus dem laufenden Geschäft steigerte der Autobauer dank teurer neuer Modelle und großer SUVs um 11,5 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro.

Peugeot setzt Opel vor der Übernahme mit einer historisch hohen Ertragskraft unter Zugzwang.

Tatsächlich ist der französische Autobauer drei Jahre nach dem Antritt von Tavares in seinem Kerngeschäft so rentabel wie nie zuvor, während Opel weiter rote Zahlen schreibt. Dabei machten die Franzosen negative Währungseffekte und steigende Rohstoffkosten durch Einsparungen, eine höhere Produktivität und neue Modelle mehr als wett.

Das könnte durchaus als Blaupause für Opel dienen. Bis 2020 soll Opel zurück in die schwarzen Zahlen. "Die Sanierung von Opel wird nicht von Paris aus gesteuert werden", sagte er - das müsse in Rüsselsheim gemacht werden. Wenn der Deal finalisiert ist, bleiben dem neuen Opel-Chef Michael Lohscheller 100 Tage, um einen entsprechenden Sanierungsplan für die Marke vorzulegen.

Abseits aller Sorgen ums Image ist eine andere diffizile Frage für Tavares ebenso wie für Opel, wie deutsch - und wie selbständig - das künftige Tochterunternehmen wirklich sein darf. Gleichzeitig warnt er davor, dass nun die gesamte europäische Automobilindustrie auf die Anklagebank geraten könnte. "Ich finde das beunruhigend". Falls das Branchenimage schlecht sei, könnten Regelungsinstanzen und Behörden auf der öffentlichen Meinung "surfen" und Entscheidungen fällen, "die schwerwiegende Konsequenzen für die Zukunft der Autoindustrie in Europa haben könnten". Er wolle nach den Kartellenthüllungen nicht aggressiv gegen Branchenkonkurrenten vorgehen. "Wir planen derzeit keine besonderen rechtlichen Maßnahmen", resümierte er.

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