Gewinn bei Airbus bricht ein

Ein Airbus A380 Quelle dpa

Das zeigt eine Zwischenbilanz zum Halbjahr 2017.

Norbert Kretlow von der Commerzbank führte die Gewinnschwäche bei Airbus vor allem auf Probleme mit dem Flugzeugmotor GTF vom Zulieferer Pratt & Whitney zurück, die beim A320neo zum Einsatz kommen. Bei Airbus' größtem Verkaufsschlager, dem modernisierten Mittelstreckenjet A320neo, bringen anhaltende Triebwerksprobleme das Auslieferungsziel in Gefahr. "Pratt & Whitney hat Lösungen zur Behebung einiger Mängel bereitgestellt, die im Regelbetrieb aber noch nicht zuverlässig greifen", erklärte der Konzern. Zudem belasteten laut Airbus auch weitere Mehrkosten für den problembehafteten Militärtransporter A400M.

Noch immer hofft Airbus, dass es die A380-Krise aussitzen kann und die Nachfrage in den kommenden Jahren wieder anzieht. Das Airbus-Ziel, dieses Jahr insgesamt 700 Passagierflugzeuge an Kunden zu übergeben, steht nun unter diesem Vorbehalt. Airbus muss die Produktion seines vermeintlichen Flaggschiffs 2019 auf nur noch acht Exemplare drosseln. Davon, die milliardenschweren Entwicklungskosten zurückzuverdienen, entfernt sich Airbus immer weiter. Vergangenes Jahr hatte Airbus noch 28 Flugzeuge des Typs A380 ausgeliefert, für 2018 ist bereits eine Kürzung auf zwölf Jets geplant. Zudem droht vier von Singapore Airlines geleasten A380 demnächst die Verschrottung, weil die Leasingverträge auslaufen und sich kein Abnehmer findet, heißt es in der Branche.

Für das Gesamtjahr rechnet Airbus nun, dass der bereinigte Gewinn je Aktie um rund 14 Cent zurückgehen wird. Das Bundesverteidigungsministerium sieht die volle militärische Einsatzfähigkeit des A400M gefährdet. Auch in der Hubschrauberfertigung beim Modell H225 gibt es Probleme.

Im zweiten Quartal musste Airbus bei Umsatz und Gewinn kräftige Rückgänge hinnehmen. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Überschuss von 525 Millionen Euro und einem bereinigten Ebit von 910 Millionen Euro gerechnet.

Der Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf rund 15,7 Milliarden Euro. Die im MDax gelistete Aktie ist nach den schlechten Nachrichten jedenfalls um über drei Prozent auf noch gut 71 Euro zurückgegangen.

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