Touratech AG stellt Insolvenzantrag Geschäftsbetrieb geht weiter

Der Neubau von Touratech. Laut Insolvenzverwalter ist die verspätete Umsetzung der Grund für die Insolvenz des Unternehmens. Bild Margit Rowley

Das Unternehmen aus Niedereschach zählt rund 400 Mitarbeiter und befand sich zuletzt unter anderem mit dem Bau einer neuen Firmenzentrale im vergangenen Jahr auf Expansionskurs. Das wurde nun von Ingo Schorlemmer, Pressesprecher des Anwaltsbüros Schultze und Braun, in einer Presseerklärung bekannt gegeben. Dirk Pehl über die Insolvenz informiert.

Am Freitagvormittag erbat sich Alexander Schönborn, der in der Marketingabteilung für Touratech beschäftigt ist, noch etwas Zeit, als der Schwarzwälder Bote Näheres über die vorläufige Insolvenz wissen wollte. Der Geschäftsbetrieb des Motorradausrüsters wird unverändert fortgeführt, heißt es in einer Pressemitteilung. Löhne und Gehälter sind bezahlt.

Der Neubau, der auf Grund erhöhter Nachfrage notwendig geworden war, wurde verspätet umgesetzt. Die damit verbundenen Schwierigkeiten seitens Logistik und Fertigung sowie die in erheblichem Umfang entstandenen Produktions- und Lieferausfälle führten schließlich zur Insolvenz. "Touratech hat bereits vor dem Insolvenzantrag mit seinen Beratern erste Grundzüge für ein Sanierungskonzept entworfen", so Pehl nach seiner ersten Bestandsaufnahme.

Der vorläufige Insolvenzverwalter wird sich nun erst einmal einen Überblick über die wirtschaftliche Lage der Touratech AG verschaffen und Sanierungsoptionen prüfen.

Touratech startete 1990 mit der Entwicklung und Produktion von Zubehör für Motorräder, das sich vor allem in der Praxis auf langen Touren unter schwierigen Gelände- und Klimabedingungen bewährt.

Die Teile werden von den Gründern auf langen Touren zum Beispiel durch Tibet, Bolivien, Mexiko und Südafrika unter härtesten Bedingungen getestet und kommen auch bei der Rallye Paris-Dakar zum Einsatz. Über ein weltweites Vertriebsnetz werden rund 80 Prozent der Touratech-Produkte exportiert.

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