Agentur: Nordkorea erwägt Raketenangriff auf US-Insel Guam

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Die nordkoreanischen Streitkräfte drohen den USA mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. Die Streitkräfte zögen eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch.

Tatsächlich erinnert Trumps jüngste Drohung an Nordkorea gefährlich an die des US-Präsidenten Harry S. Truman an Japan im Zweiten Weltkrieg. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jon Un sagte damals, seine Nation sei fähig, die Pazifik-Einsätze der Amerikaner anzugreifen. Nordkorea sollte sein Atom- und Raketenprogramm einstellen, während die USA und Südkorea ihre Militärmanöver aussetzen, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Auf der Insel im Westpazifik sind rund 6000 US-Soldaten stationiert. Trump habe nur die nordkoreanische Rhetorik in gleicher Sprache beantworten wollen. Nur mit absoluter Stärke könne man ihm begegnen. Seine Drohung, Nordkorea mit "Feuer und Wut" zu überziehen, nannte der General "eine Menge Unsinn".

Nordkorea hatte zuletzt im Mai eine Rakete vom Typ Hwasong-12 getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10.000 Kilometern. Mit einer Abweichung von höchstens fünf Kilometern sei ein versehentlicher Beschuss aber sehr unwahrscheinlich. Nordkorea drohte daraufhin mit einem Angriff auf Guam. "Machen wir uns nichts vor: Nordkorea ist eine reale Bedrohung". Daher könne auch nicht ausgeschlossen werden, "dass der Norden diesen Plan in die Tat umsetzt". Die ballistischen Raketentests sind für Mitte August geplant und sollen die japanischen Präfekturen Himane, Hiroshima und Kochi überfliegen. "Wir bitten Nordkorea dringend, die wiederholt von der internationalen Gemeinschaft ausgesprochenen harten Warnungen und Rügen ernst zu nehmen", sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga heute in Tokia.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis warnte derweil die Führung in Pjöngjang vor der "Vernichtung" des eigenen Volkes. Auch Japans Regierung rief zur Mäßigung auf, richtete ihren Appell aber ausschließlich an Pjöngjang. Dem nordkoreanischen Militär gehe das "ziemlich auf die Nerven", hiess es weiter. Eine Sprecherin seines Ministeriums war danach um Erklärungen bemüht. Guam sei "auf alle Eventualitäten vorbereitet", sagte Calvo am Mittwoch in einer Fernsehansprache. Medienberichten zufolge hatten Trumps aggressive Äußerungen sogar seine engsten Mitarbeiter überrascht. Mitarbeiter des südkoreanischen Verteidigungsministerium erklärten nach dem Test der Rakete im Mai jedoch, dass die Reichweite bei etwa 2000 Kilometern läge, was genug sei, um US-Stützpunkte in Japan zu erreichen, nicht aber Guam. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat am Wochenende die bisher schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.

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