Japan bringt Abwehrsysteme gegen Kims Raketen in Stellung

Am Donnerstag erklärte Regierungssprecher Yoshihide Suga: "Die wiederholten Provokationen aus Pjöngjang sind absolut inakzeptabel". Nach einer Gesetzesänderung im Jahr 2016 ist es Japan allerdings auch erlaubt, die USA und andere Verbündete zu verteidigen, falls diese von einem Feind angegriffen werden und Japans Sicherheit damit unmittelbar gefährdet wird.

In der neuen Stellungnahme aus Pyongyang heisst es nun, man werde bis Mitte August Pläne fertigstellen, nach denen vier Mittelstreckenraketen über Japan fliegen und etwa 30 bis 40 Kilometer vor Guam ins Meer stürzen sollen.

Japan hat bereits mehrfach damit gedroht, nordkoreanische Raketen abzuschießen. Dem nordkoreanischen Militär gehe das "ziemlich auf die Nerven".

Die Lage zwischen Nordkorea und den USA hatte sich weiter zugespitzt, nach dem US-Präsident Donald Trump dem Regime in Pjöngjang mit "Feuer und Wut, wie die Welt sie noch nicht zuvor gesehen hat" drohte, sollte Nordkorea weiter provozieren.

Die von KCNA zitierten nordkoreanischen Drohungen wiederum nehmen direkt Bezug auf die US-Luftwaffenbasis Anderson auf Guam, von der die Vereinigten Staaten immer wieder strategische Bomber des Typs B-1 zu Militärmanövern in Richtung koreanische Halbinsel entsendet haben. Die Flugdistanz von knapp 3360 Kilometern könnten die Raketen binnen weniger als 18 Minuten zurücklegen. Sobald die Einsatzpläne fertiggestellt seien, entscheide Präsident Kim Jong-un über das weitere Vorgehen. Das Land versetzte seine Streitkräfte wegen Nordkorea in Alarmbereitschaft. In Südkorea wurde nach den jüngsten Entwicklungen der Nationale Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengerufen. Man sei darauf vorbereitet, die "Provokationen" Nordkoreas umgehend zu kontern. Der Präsident habe spontan auf eine Reporterfrage reagiert, berichtet die Zeitung.

US-Aussenminister Rex Tillerson hatte sich danach mässigend geäussert.

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte Pjöngjang vor allen "Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen würden", gewarnt. Allerdings verwies Mattis auch auf die Erfahrung und überlegene Schlagkraft der US-Streitkräfte.

Zur atomaren Bewaffnung der USA hatte Trump am Mittwoch getwittert: "Mein erster Befehl als Präsident war, das nukleare Arsenal zu erneuern und zu modernisieren". Die "Washington Post" und zahlreiche US-Militärexperten wiesen darauf hin, dass eine Modernisierung des Arsenals binnen sechs Monaten schlicht unmöglich sei. In einem Kommentar hieß es, ohne eine "Rückkehr zur Vernunft" werde "alles noch schlimmer". Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua forderte, die USA und Südkorea sollten ihr für den 21. August geplantes Militärmanöver aussetzen und Nordkorea im Gegenzug sein Atom- und Raketenprogramm einstellen. Auch Japans Regierung rief zur Mässigung auf, richtete ihren Appell aber ausschliesslich an Pyongyang.

Trotz aller Verbote des UN-Sicherheitsrates sowie aller Warnungen hatte Nordkorea am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern.

Nordkoreas Staatschef Kim hatte nach dem Test gesagt, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.

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