Trump: amerikanische Atomwaffen stärker als je zuvor

Donald Trump und Xi Jinping

US-Präsident Donald Trump warnte am Mittwoch auf Twitter, das Nuklearwaffenarsenal der Vereinigten Staaten sei "schlagkräftiger als je zuvor". "Wie ich bereits gesagt habe, ihnen wird mit Feuer, Wut, und offen gesagt, Macht begegnet werden, wie es die Welt so noch niemals zuvor gesehen hat". Dem nordkoreanischen Militär gehe das "ziemlich auf die Nerven".

Die Kriegsrhetorik, so abwegig sie in Teilen auch sein mag, weckte Ängste vor einer unkalkulierbaren Eskalation oder gefährlichen Fehleinschätzung, die einen gewaltsamen Konflikt mit Hundertausenden Toten auf der koreanischen Halbinsel auslösen könnte.

Der amerikanische Außenminister Rex Tillerson bemühte sich derweil weiter um eine noch stärkere regionale Isolierung Nordkoreas. Bei einem Stopp auf Guam sagte Tillerson, er glaube nicht, dass es eine unmittelbare Bedrohung gebe, die Amerikaner könnten ruhig schlafen. Selbst Trump wies darauf hin: Keiner wolle einen Krieg. Präsident Kim Jong-un solle dann über diese Pläne entscheiden.

Während drastische Formulierungen in Nordkoreas Propaganda zum gewohnten Ton gehören, gibt es für derart streitlustige Äußerungen eines amerikanischen Präsidenten nur weniger Präzedenzfälle. Kurz zuvor hatte er Nordkorea eindringlich von weiteren Drohungen abgeraten. Die Drohung war auch keineswegs neu und schon früher ähnlich geäußert worden. Die nordkoreanischen Streitkräfte zögen eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch. Ein solcher Plan werde umgesetzt, sobald Machthaber Kim Jong-un dies befehle. Die USA sollten ihre "rücksichtslosen militärischen Provokationen" unterlassen, sodaß man nicht "gezwungen" sei, eine "unvermeidliche militärische Entscheidung" zu treffen. Die Sorge über Pjöngjangs Fortschritte mit Nuklearsprengköpfen wächst. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte.

Trotz der neuen Spannungen zeigten sich viele Südkoreaner gelassen. "Machen wir uns nichts vor: Nordkorea ist eine reale Bedrohung". Mit Blick auf die scharfen Worte aus Washington sagte Demmer, ohne die nukleare Aufrüstung Nordkoreas "wäre es aber nicht zu den Äußerungen von Präsident Trump gekommen". "Ihm würde ich alles zutrauen".

Trumps Warnung sorgte indes aber auch in den USA für Kritik. Der republikanische Senator John McCain sagte, "große Führungspersönlichkeiten" drohten ihren Feinden nur, wenn sie auch zum Handeln bereit seien. "Ein weiteres Säbelrasseln wird uns hier sicher nicht weiterhelfen", sagte Gabriels Sprecher. "Ich bin mir nicht sicher, ob Präsident Trump bereit ist zu handeln", betonte er. Trump bringe die USA damit nur näher an eine ernste Konfrontation.

Auch andere politischen Eliten in Washington distanzierten sich von Trumps "Wutgeschrei". Trump bezeichnete Nordkorea als eine immer größer werdende Gefahr. Darin droht das kommunistisch geführte Land mit einem Raketenangriff auf die Pazifikinsel Guam, einem US-Außengebiet mit einem Luftwaffenstützpunkt. Die Insel gilt Pjöngjang als potenzieller "Ausgangspunkt für eine Invasion in Nordkorea".

Begründet wurde die Drohung Pyongyangs mit der Mobilisierung des US-Atomwaffenarsenals sowie den jüngsten US-Raketentests und Übungen mit Langstreckenbombern über Südkorea. Nordkorea sollte sein Atom- und Raketenprogramm einstellen, die USA und Südkorea ihre Militärmanöver aussetzen, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Frage sei, "ob nur die USA die Option eines von ihnen so genannten "Präventivkriegs" haben". "Die Entwicklung um Nordkorea bereitet uns große Sorge", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe). Der UN-Sicherheitsrat hatte erst am Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verschärft, um Pjöngjang zum Einlenken zu bewegen. Die USA wie auch Nordkorea lehnen diesen "zweigleisigen Ansatz" aber ab. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel sei "kompliziert und heikel", erklärte das Außenministerium in Peking. Beide Länder fühlen sich durch das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas zunehmend bedroht.

Südkorea will in der Krise aufrüsten. "Wir brauchen eine vollständige Verteidigungsreform im Sinne einer Wiedergeburt, anstatt nur einige Modifizierungen oder Verbesserungen durchzuführen", sagte Moon nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap gegenüber Spitzenbefehlshabern.

Related:

Comments

Latest news

Tipps für Online Casino Spieler
Online-Casinos haben ihre eigenen Besonderheiten, und dies sollte natürlich beim Spielen berücksichtigt werden. Es wird allgemein angenommen, dass der Erfolg eines Casino-Spiels von Ihrem aktuellen emotionalen Zustand abhängt.

Biggest slot jackpot wins in 2019
This kind of win is actually a regular feature on this fantastic game - you will see when you check out the leader board scores. That is exactly what one spin on the mega jackpot of the aptly named Mega Moolah got for one player - 13 million to be exact.

Novoline Spiele kostenlos online spielen
Dank ausführlicher Erklärungen schaffen sich Spielerinnen und Spieler schon vor Spielbeginn einen Überblick. Für Freunde klassischer Unterhaltungsspiele stehen verschiedene Roulette und Blackjack Versionen zur Verfügung.

So finden Sie die besten Casinos mit Bonus und ohne Einzahlung
Dabei wird lediglich ein gewisser Betrag auf dem Kundenkonto gutgeschrieben und dem Neukunden zur freien Verfügung gestellt. Der Neukunde erhält die Möglichkeit, eine gewisse Anzahl von Spielen ohne den Einsatz von eigenem Geld auszuprobieren.

IS bekennt sich zu Anschlägen auf das Parlament in Teheran
Ein Dritter Angreifer wurde verhaftet, dennoch ist vom IS bisher keine offizielle Verlautbarung getroffen worden. Der iranische Geheimdienst sprach von Terroranschlägen, ohne jedoch direkt den IS zu erwähnen.

Other news