US-Verteidigungsminister Mattis: Krieg mit Nordkorea wäre "katastrophal"

Ein Mann starker Worte auch da wo dipolomatisches Geschick vonnöten wäre US-Präsident Donald Trump

Der außenpolitisch profilierte US-Senator John McCain mahnte Trump zur Zurückhaltung.

Und so folgten gleich die nächsten Warnungen: Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es auch nur an einen Angriff auf die USA denke. "Nordkorea sollte sich lieber zusammenreißen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor", sagte Trump an der Seite von Vizepräsident Mike Pence in seinem Urlaubsdomizil in New Jersey. An die Adresse des Machthabers in Pjöngjang, Kim Jong Un, sagte Trump: "Wenn er etwas in Guam unternimmt, dann wird es ein Ereignis sein, wie es noch niemand zuvor gesehen hat, was in Nordkorea passiert". Die US-Bürger müssten sich trotz der Rhetorik Trumps keine Sorgen machten und könnten "ruhig schlafen".

Gabriel selbst warnte bei einem Besuch in Entebbe (Uganda) davor, "dass wir ähnlich wie im Ersten Weltkrieg schlafwandlerisch in einen Krieg hineinmarschieren, bloß eben in diesem Fall in einen Krieg, der im Zweifel mit Atomwaffen geführt wird". Ein Krieg wäre eine Katastrophe.

Im Atomkonflikt zwischen den USA und Nordkorea hat sich der Ton deutlich verschärft.

Diese Äußerung habe zurecht viele Menschen erschreckt, sagte Gabriel. Von seiner umstrittenen "Feuer und Wut"-Drohung an die Adresse Nordkoreas will Trump nicht abrücken - im Gegenteil". Sie würde nur wirken, wenn die US-Regierung bereit wäre, den Tod Tausender amerikanischer Soldaten hinzunehmen, die in Südkorea stationiert sind - von der Zivilbevölkerung ganz zu schweigen. Die eng mit den USA assozierte Insel liegt ist nur rund 3300 Kilometer von Nordkorea entfernt und damit wohl in Reichweite von Nordkoreas Raketenarsenal. Die Situation sei inzwischen so gefährlich, dass "man nicht mit dem Feuer spielen darf", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der "Passauer Neuen Presse". Gründe dafür waren mehrere Raketentests Nordkoreas im Juli sowie immer wieder harte verbale Auseinandersetzungen zwischen Washington D.C. und Pjöngjang. Wie die Washington Post am Mittwochabend berichtete, verfügt Nordkorea bereits über Mini-Atomsprengköpfe. Er setzte weiter auf Diplomatie. "Wir sind besorgt wegen dieser Drohungen, wollen aber gleichzeitig sicherstellen, dass die Menschen nicht in Panik verfallen und ihr normales Leben weiter führen".

Welche Ergebnisse er meinte, ließ Mattis offen.

Eric Ballbach: Vor allem zweiteres - Nordkorea operiert man mit dem Atomprogramm ganz klar auf der Logik der Abschreckung: Das heißt, man betrachtet den eigenen Atommachtstatus als ultimative Lebensversicherung und den wichtigsten Garanten für die Regimestabilität. Die Bundesregierung äußerte sich beunruhigt über das Gebaren der nordkoreanischen Führung. Ein fundierter Dialog sei mit dem US-Präsidenten nicht möglich. Pjöngjang drohte ebenfalls mit Angriffen. Trump solle auf Kim Jong Un zugehen und die Sicherheitsinteressen Nordkoreas berücksichtigen, fordert Peking. Mit dem Argument, die Arsenale seien veraltet und nicht mehr sicher und zuverlässig, hatte der Kongress schon vor Trump eine umfassende Modernisierung beschlossen, die von Interkontinentalraketen über Bombenflugzeuge bis zu Atom-U-Booten alle Bestandteile der nuklearen "Triade "erfasst und in einem Zeitraum von 30 Jahren eine Billion Dollar kosten soll".

Nordkoreas Militärführung hatte demonstrativ unbeeindruckt und mit Spott auf die jüngsten Drohungen Trumps reagiert. Nur durch gemeinsamen Druck mit China kann Nordkorea von dem Schlimmsten abgehalten werden. Dem nordkoreanischen Militär gehe das ziemlich auf die Nerven, hiess es weiter. Er kündigte auch an, dass die USA ihre Raketenabwehr aufstocken würden. Das nordkoreanische Militär hat seine Drohungen konkretisiert. Die USA betreiben dort eine Militärbasis.

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