Bahn bereitet Stabilisierung des Rastatter Tunnels vor

Im Hauptbahnhof Karlsruhe warten Fahrgäste auf ihre Weiterfahrt

Zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, den Tunnel, der in weniger als fünf Metern Tiefe die Gleise unterquert, auf 50 Metern Länge mit Beton zu füllen.

Die Deutsche Bahn baut seit Jahren in einem Grossprojekt die Rheintalbahn aus. Noch ist unklar, wann der Verkehr wieder aufgenommen werden kann. Von den Einschränkungen betroffen sind damit die Bahnverkehre nach Süden via Basel und nach Norden via Karlsruhe. Inzwischen wurden dort Gas und Wasser abgestellt.

Die Rastatter SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek forderte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf, sich einzubringen. Dabei gibt es nur wenige Meter Erde zwischen Tunnel und Oberfläche. Das bedeutet aber auch, die teure Tunnelbohrmaschine, ein 90 Meter langes High-Tech-Gerät, wäre verloren. Um das badische Rastatt vom Lärm zu entlasten, soll ein knapp 4300 Meter langer Tunnel mit zwei getrennten Röhren unter der Stadt durchführen.

Aus Sicht des Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel ist der Erdrutsch in Rastatt auch ein Warnschuss für das Bahnprojekt Stuttgart 21.

Kritik kommt auch aus dem Stuttgarter Landtag. Es bleibe unverständlich, warum die Bahn bei einem derart experimentellen Verfahren wie der Vereisung des kiesreichen Sandbodens für Tunnelbohrungen knapp unter der Erdoberfläche keinen Plan B vorbereitet habe, teilte der Verkehrspolitiker Bernd Gögel mit. Hantel sagte auch, dass man den Tunnel weiterbauen möchte. Wie?

Der Personenverkehr läuft nach Angaben des Konzernbevollmächtigten für Baden-Württemberg, Sven Hantel, stabil mit einem Ersatz-Busverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden. Größere Probleme bereitet der Güterverkehr.

In der Schweiz wird in den kommenden Tagen allerdings mit einer weiteren Zunahme des Güterverkehrstaus auf der Schiene gerechnet. "Wir haben unseren Güterverkehrs-Kunden diese Trasse als Ausweichmöglichkeit angeboten, nun müssen wir sehen, wie sie diese nutzen", sagte ein Bahn-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage der "Schwäbischen Zeitung". Es fehlten passende Gütertrassen. Seit Montag stehen Ersatzbusse zur Verfügung, die im Sechs-Minuten-Takt im direkten Anschlussverkehr von 5.15 bis 0.15 Uhr unterwegs sind. Die Umleitungen seien mit Mehrkosten verbunden. Einige Züge der Schweiz würden derzeit über Singen am Bodensee und Frankreich umgeleitet.

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