Fans verhöhnen eigenes Team nach 1:1 gegen Aue - dem Trainer reicht's

Robin Lenk hat zunächst das Trainer Amt in Aue inne

Letztlich sollte es nicht reichen, was aber nichts daran änderte, dass Trainer Torsten Lieberknecht mit Auftreten und Engagement seiner Schützlinge einverstanden war. Sehr sauer sogar. Nicht auf seine Mannschaft, die gegen Abstiegskandidat Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1-Unentschieden hinausgekommen ist. Nicht aber mit Teilen der Fans, die der Eintracht-Coach auf der Pressekonferenz angriff.

Damit noch nicht genug: Das Crescendo seiner Wutrede erreicht langsam seinen Höhepunkt: "Die Mannschaft ist extrem hart mit sich ins Gericht gegangen nach der Niederlage in Kiel". Und weiter: "Anscheinend war es die größte Schande, dass wir dort verloren haben". Lieberknecht setzte also an, die Arme vor der Brust verschränkt: "Hier werden Spieler diffamiert, nicht kritisiert". Lieberknecht wurde immer lauter, gestikulierte und stellte klar: "Ich verteidige meine Mannschaft bis zum Schluss. Und die Mannschaft, die mit Herzblut jeden Tag für diesen Verein trainiert, sich jeden Tag den Arsch aufreißt, muss in Einzelgesprächen immer wieder aufgebaut werden", betonte der erregte Fußballlehrer. Das sind Profis, das weiß ich. Das sind aber auch Jungs, die eine Seele haben.

Dann nennt das Braunschweiger Urgestein zwei Beispiele.

"Ich frage mich, was Hendrik Zuck verbrochen hat, dass man sich bei jedem Ballkontakt über ihn lächerlich macht", sagt Lieberknecht wutentbrannt. Das Pflichtspieldebüt des 20-Jährigen war laut Lieberknecht gut. "Das ist meine Mannschaft, und ich verteidige meine Mannschaft bis zum Schluss".

Einzelne Spieler seien gegen Aue mit Hohn und Spott vom Publikum nach Fehlern bedacht worden. Ein Eros Dacaj gibt heute sein Plichtspieldebüt, sein erstes Pflichtspiel.

"So etwas kotzt mich an", polterte Lieberknecht vor den Journalisten.

Der Trainer schloss allerdings einen Teil der Fans explizit von seiner Kritik aus.

Der emotionale Coach kritisierte, dass sein Team trotz aller Anstrengungen nicht genügend unterstützt werde: "Und ich weiß, dass es viele gibt, die uns unterstützen". Aber mittlerweile gibt es mehr, die uns nicht unterstützen und nicht für den Verein da sind. Das hat Aue heute vorgemacht: "Wie man für einen Verein komplett da sein kann, als Mannschaft und drumherum", sagte Lieberknecht.

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