Tausende Demonstranten gegen Neonazi-Aufmarsch in Spandau!

Wie im bayerischen Wunsiedel könnte es auch in Spandau zugehen

Den mehreren hundert Neonazis stellten sich nach Teilnehmerangaben mehr als tausend Gegendemonstranten entgegen und blockierten die vorgesehene Route der Rechten.

Vor Ort wurde auch Polizei-Vizepräsidentin Margarete Koppers gesehen, die am Nachmittag den Protest der Gegendemonstranten in Augenschein nahm. Die Polizei bemühte sich mit einem Großaufgebot weitgehend erfolgreich, die Gruppen voneinander getrennt zu halten.

Die Demonstration anlässlich des 30. Todestags des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß ist laut Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit hohen Auflagen verbunden. Die Teilnehmer liefen in der Nähe des Bahnhofs los, wo auch die Rechtsextremisten starten wollten. So sollte die Verherrlichung des Kriegsverbrechers Heß ausgeschlossen werden. Die Einhaltung sei fortlaufend geprüft worden, betonte ein Polizeisprecher.

Polizei-Vizepräsidentin Margarete Koppers überwacht den Protest der Gegendemonstranten. Veranstalter und Beobachter sprachen von mehr als 1.000 Gegendemonstranten. Beobachteter berichteten von rund 700 Neonazis. Schon kurze Zeit nach dem Start des Zuges von rund 500 Rechtsextremen wurde dieser von linken Demonstranten gestoppt.

Die Route der Rechten
Die Route der RechtenGrafik Tsp

Einzelne Rechtsextreme, die es wegen der Blockaden nicht zum Demonstrationsort geschafft hatten, hielten eine spontane Kundgebung im benachbarten Falkensee ab.

Zu größeren Zusammenstößen kam es laut Polizei zunächst nicht, wohl allerdings zu einzelnen Zwischenfällen und auch Festnahmen. Heß trug offiziell den Titel "Stellvertreter Hitlers" und war ein glühender Verehrer des Führers.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hess wegen Kriegsverbrechen verurteilt und nebst sechs weiteren hochrangigen Nazis in das alliierte Militärgefängnis im Westberliner Bezirk Spandau inhaftiert. In Neonazi-Kreisen zirkuliert der Mythos, Heß habe sich nicht selbst gerichtet, sondern sei ermordet worden.

Parteien wie SPD, Grüne und Linke, Gewerkschaften und Bündnisse gegen Rechts unterstützten die Gegenproteste - neben dem Demonstrationszug waren auch verschiedene Kundgebungen geplant. In ihrem Aufruf wandten sie sich nicht nur gegen ein "Heldengedenken" für Heß, sondern auch generell gegen "rassistische Stimmungsmache" sowie "Drohkulissen gegen Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete".

Related:

Comments

Latest news

Guide to Blackjack
The game is always played on a semi-circle table with the dealer on the inside and a maximum of 7 players surrounding. Players can say ‘hit me’ to dealt additional cards that will increase their hand value if they wish.

IOS 11 Beta 6: Schnellfunktion zur Touch-ID Deaktivierung an Bord!
Zugegeben, ganz so locker geht es bei Apple dann doch nicht zu. Vergrößern In iOS 11 soll eine "Polizei-Taste" eingebaut sein.

Junger Mann erliegt seinen Verletzungen nach Verkehrsunfall
Bei einem Verkehrsunfall in Mitte wurde in der Nacht zu Sonnabend ein junger Mann tödlich verletzt. Die Polizei stellte das Auto sicher und nahm Ermittlungen zur Identität des Autofahrers auf.

Trump berät über Afghanistan-Strategie
Die strategischen Optionen reichen von einer Aufstockung der Truppen über den umstrittenen Einsatz privater Söldner statt regulärer Soldaten bis hin zu einem Totalabzug.

Glücksspielverhalten und Gewinn der Casinos
Besonders positiv: Jugendliche spielen auch immer weniger – 2015 „zockten“ 14,6 Prozent, 2013 noch 15,8 Prozent. Circa 0,8 Prozent der Befragten haben ein echtes Problem mit ihrem Spielverhalten und sollten sich professionelle Hilfe suchen.

Other news