Gift in Babynahrung: Deutscher Supermarkt-Erpresser gesteht

Warnung vor möglichem Gift in Lebensmitteln

Den Behörden zufolge handelt es sich um einen Mann mit "psychischen Auffälligkeiten" und "strafrechtlichen Vorbelastungen".

In der Wohnung des Mannes seien Beweismittel wie restliche Giftmengen gefunden worden, ausserdem habe er offenbar versucht, verdächtige Gegenstände verschwinden zu lassen, führten die Behörden am Nachmittag aus. Seit der Festnahme habe sich der Tatverdacht "Stunde für Stunde weiter verdichtet", sagte Uwe Stürmer von der Polizei Konstanz. Der unbekannte Täter hatte in einer E-Mail an die Polizei, den Verbraucherschutz und mehrere Lebensmittelkonzerne vom Mitte September damit gedroht, bis Samstag 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen. Er werde dem Haftrichter vorgeführt und ihm drohe eine Anklage wegen räuberischer Erpressung und allenfalls versuchter Tötung.

220 Ermittler der Sonderkommision "Apfel" waren im Einsatz. Die Polizei hatte den 55-jährigen Deutschen am Freitag in Ofterdingen (Kreis Tübingen) überprüft und festgenommen. Dies teilte ein Polizeisprecher am frühen Samstagabend in Konstanz mit.

Die Ermittlungsbehörden bedanken sich ausdrücklich für die vielen Hinweise aus der Bevölkerung, ohne deren Mithilfe, dieser rasche Ermittlungserfolg nicht möglich gewesen wäre.

"Um möglichst schnell handeln zu können, haben wir Kräfte per Polizeihelikopter eingeflogen", erklärte Markus Sauter, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, gegenüber der Zeitung "Zollern-Alb-Kurier".

Wie es aus Ermittlerkreisen hiess, wurden in der Nacht zum Samstag kriminaltechnische Untersuchungen vorgenommen. Der Mann habe zu den Vorwürfen bislang geschwiegen, hiess es. Angestellte einer Drogerie-Filiale im niedersächsischen Peine hatten etwa einen Mann beobachtet, der dem mutmaßlichen Erpresser ähnlich gesehen habe. Die Menschen sollten beim Einkauf weiterhin auf manipulierte Produkte achten und die Polizei im Zweifelsfall informieren. Gefahndet wird nach ihm auch im Ausland, vor allem in Österreich und der Schweiz.

Der Mann hatte in Geschäften in Friedrichshafen Babynahrung vergiftet und einen Millionenbetrag von Handelskonzernen gefordert. Danach waren bundesweit Hunderte Hinweise eingegangen.

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