Mega-Deal zwischen AT&T and Time Warner geblockt

Mega-Deal zwischen AT&T and Time Warner geblockt

Seit mehr als einem Jahr arbeitet der Telekommunikationsanbieter AT&T daran, den Medienkonzern Time Warner zu übernehmen - es wäre echter ein Milliarden-Deal, doch in den vergangenen Wochen geriet der Plan ins Stocken.

Die "Financial Times" hatte zuvor bereits berichtet, dass das Justizministerium dazu bereit sei, einer Übernahme zuzustimmen, sofern Time Warner den Nachrichtensender CNN verkauft.

Das Justizministerium reichte an einem Bundesgericht in Washington Klage gegen den Zusammenschluss ein.

AT&T kündigte an, um die geplante Übernahme kämpfen zu wollen. Das Geschäft hätte nach Ministeriumsangaben ein Volumen von 108 Milliarden Dollar (92 Milliarden Euro) haben sollen.

Zwischenzeitlich hat sich das Verhältnis zwischen dem Chef des Weißen Hauses und den CNN-Korrespondenten so sehr verschlechtert, dass Trump den Sender regelmäßig als "Fake News" (Lügenpresse) oder als "Very Fake News" (völlige Lügenpresse) beschimpft. CNN gehört zur Time-Warner-Tochter Turner. Die Unternehmensgruppe 21st Century Fox des Medienzaren konkurriert mit Time Warner auf mehreren Gebieten, unter anderem auch bei Hollywood-Film- und Fernsehproduktion und deren Weiterverwertung.

Das Justizministerium begründete seinen Einspruch mit negativen Folgen für die US-Verbraucher. Die Kosten für Kabel-Abos würden steigen, die Innovationskraft sinke.

David McAtee, Chefjurist von AT&T, hält dagegen: Es zähle zum Markenkern der amerikanischen Volkswirtschaft, dass Übernahmen standardmäßig bewilligt werden, solange die Käufer in keinerlei Konkurrenz zu den betroffenen Firmen stehen. AT&T erklärte, man sei zuversichtlich, dass das Gericht die Behauptungen der Regierung zurückweisen und den Kauf erlauben werde.

An der Wall Street hatten schon die Spekulationen über ein mögliches Einschreiten der Wettbewerbshüter für Sorgenfalten bei Aktionären von Time Warner gesorgt. So gingen Time-Warner-Anteilscheine 1,1 Prozent tiefer aus dem Handel. AT&T-Papiere legten hingegen um 0,4 Prozent zu.

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