Online-Handel: EU einigt sich auf Verbot von Geoblocking

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Eine durchaus für Händler belastende Regelung: Zwar muss der Händler selbst keinen Versand in das Ausland anbieten, allerdings soll der Kunde diesen arrangieren respektive den Artikel selbst abholen dürfen - auch aus diesem Grund ist die Neuregelung bei Händlern offensichtlich nicht unumstritten, dazu kommen rechtliche Fragestellungen.

Offenbar haben sich Rat, EU-Parlament und Kommission nun geeinigt, Geoblocking abzuschaffen. Die Verbraucher werden nicht mehr länger auf Websites mit nationalen Angeboten umgelenkt oder mit Hindernissen konfrontiert werden, wie beispielweise der Aufforderung, mit einer in einem anderen Land ausgestellten Debit- oder Kreditkarte zu zahlen. Mit den neuen Regeln können die Europäer wählen, von welcher Website sie etwas kaufen möchten, ohne blockiert oder umgeleitet zu werden. "Bereits nächste Weihnachten wird dies Realität sein". In Zukunft will sich die EU-Kommission dem grenzüberschreitenden Paketversand annehmen. Der Kunde hat Anspruch darauf, das Produkt zu bestellen und beim Händler abzuholen oder die Lieferung zu sich nach Hause selbst zu organisieren.

Verkauf elektronisch bereitgestellter Dienstleistungen. Sie wird nun Zugang zu diesem Service haben, sich registrieren und diesen Service kaufen können, ohne zusätzliche Gebühren im Vergleich zu einem spanischen Verbraucher bezahlen zu müssen.

Die Verordnung sieht keine Verkaufsverpflichtung und auch keine Harmonisierung der Preise vor. Wie die Regelungen im Detail aussehen, ist noch nicht bekannt.

Nachdem die Verordnung verabschiedet und im Amtsblatt veröffentlicht wurde, soll sie neun Monate später in Kraft treten, damit Händler noch Zeit haben, notwendige Anspassungen vorzunehmen.

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