Rohe Weihnachten: Verdi droht Amazon mit weiteren Streiks

Cyber-Monday-Woche zum Anlass genommen Erneuter Streik bei Amazon

Die Gewerkschaft Verdi hat für die Vorweihnachtszeit neue Streiks beim Online-Versandhändler Amazon angekündigt. Amazon weigert sich weiterhin, mit Verdi über eine Tarifbindung zu verhandeln. Überlegungen, im seit viereinhalb Jahren bestehenden Konflikt nachzugeben, habe er nicht. "Wir sind aber darauf bedacht, einen noch stärkeren Rückhalt zu bekommen, um Amazon an den Verhandlungstisch zu bewegen", verkündete Voß. Um in den Nachbarländern den Druck auf Amazon zu erhöhen, arbeitet Verdi an einer Vernetzung mit anderen Gewerkschaften in Europa. Kontakte gebe es auch nach Frankreich, Italien und Spanien. Auch aus anderen der 31 Versandzentren könne in Streikfällen Ware geliefert werden.

Auf das Weihnachtsgeschäft, die wichtigste und umsatzstärkste Zeit des Jahres, hat sich Amazon seit Monaten vorbereitet. Die Mitarbeiter etwa, die trotz der Streikaufrufe weiterarbeiten.

Der Tarifkonflikt zwischen Amazon und Verdi dauert bereits seit Mitte 2013.

Die Streiks finden im Rahmen des schon länger schwelenden Arbeitskampfes um die Anerkennung des Branchentarifvertrags für den Einzel- und Versandhandel statt. Der US-Konzern sieht sich als Logistiker und verweist darauf, dass er seine Beschäftigten vergleichsweise gut entlohnt. "Der Verdienst liegt am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist", heißt es in einer aktuellen Stellungnahme eines Sprechers aus München.

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