Arzneimittelbehörden: Nebenwirkungen melden! APOTHEKE ADHOC, 21.11.2017 12:01 Uhr

Patienten sollen verstärkt Nebenwirkungen von Arzneimitteln

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer Kampagne dazu auf, ihnen verstärkt Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu melden.

Die europäischen Arzneimittelbehörden rufen Patientinnen und Patienten dazu auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Verdachtsfällen von Nebenwirkungen, die nach der Einnahme rezeptfreier Arzneimittel und bei Mitteln zur Selbstbehandlung auftraten, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mitteilte. So sollen Risiken schneller erkannt werden. Patienten werden aufgefordert, die Packungsbeilage zu lesen und die Anweisungen zur Dosierung und Einnahmedauer von Arzneimitteln zu beachten. Dies könne einen wichtigen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit leisten.

"Ob nach der Einnahme verschreibungspflichtiger oder rezeptfreier Arzneimittel - es ist in beiden Fällen wichtig, dass möglichst viele Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet werden", erklärte Karl Broich, Präsident des Bundesinstituts. Das helfe den Arzneimittelbehörden, Risikosignale so früh wie möglich zu erkennen und dann bei Bedarf wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der Patienten zu treffen. Auch Arzt und Apotheker sollten darüber informiert werden, denn einen Arztbesuch ersetze die Meldung nicht, warnt die Arzneimittelbehörde.

Wo können Nebenwirkungen gemeldet werden?

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Erfahrungsgemäß werden nicht alle Verdachtsfälle gemeldet. Darauf weist auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf seiner Homepage hin. "Wir wollen nicht sagen, dass Arzneimittel gefährlich sind, aber wir wollen Patienten in die Lage versetzen, ihre Medikamente seriös, reflektiert und mit einem kritischen Bewusstsein einzunehmen".

Nebenwirkungen zu Arzneimitteln, die sich bereits länger auf dem Markt befinden, werden bekanntermaßen weniger häufig gemeldet als solche von neuen Arzneimitteln.

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