Proteste gegen Fusion von Thyssenkrupp und Tata

Die Konzernzentrale von Thyssenkrupp in Essen

Die Protestaktion soll zeitgleich zu der in Essen stattfindenden Bilanzvorlage des Konzerns laufen, bei der mit Aussagen von Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger zum Stand der Fusionsgespräche gerechnet wird.

Personalvorstand Oliver Burkhardt zeigte sich jedoch zuversichtlich, eine tragfähige Lösung zu finden. Diese reagierten mit Protesten auf die Fusionspläne. Nach mehreren Sondierungsgesprächen rechne er am Freitag mit dem Start der Verhandlungen mit der IG Metall und den Arbeitnehmervertretern. Die Gewerkschaft kritisiert, dass es von der Konzernführung bisher keine Garantien für Arbeitsplätze oder Standorte gibt. "Nach derzeitigem Stand können wir dem Joint Venture nicht zustimmen", sagte der frühere Gewerkschaftschef Detlef Wetzel, der die IG Metall im Aufsichtsrat der Stahlsparte von Thyssenkrupp vertritt, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Die Zustimmung der Arbeitnehmer zu der Transaktion ist nicht zwingend notwendig. Hiesinger setzt allerdings darauf, eine "gute Lösung" zu finden. Zudem erhofft sich Thyssenkrupp eine Verbesserung der chronisch niedrigen Eigenkapitalquote. An dem Gemeinschaftsunternehmen sollen Thyssenkrupp und Tata je 50 Prozent besitzen. Der endgültige Vertrag soll bis Anfang 2018 ausgearbeitet, die Transaktion möglichst bis Ende 2018 abgeschlossen werden. So sorgten etwa die gute Entwicklung bei Komponenten und Aufzügen für einen zweistelligen prozentualen Anstieg der Auftagseingänge und steigende operative Ergebnisse. Hintergrund ist die Abschreibung von 900 Millionen Euro auf das mittlerweile verkaufte brasilianische Stahlwerk, die Thyssenkrupp im ersten Halbjahr vorgenommen hatte.

Die Konzernzentrale von Thyssenkrupp in Essen
Die Konzernzentrale von Thyssenkrupp in Essen

Für das laufende Geschäftsjahr will Thyssenkrupp seinen Wachstumskurs fortsetzen.

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