Washington warnt Iran nach Protesten: "Die Welt schaut hin"

Präsident Hassan Ruhani in Kermanschah Iran

Nach heftigen Protesten mit regierungskritischen Slogans in mehreren iranischen Städten hat US-Präsident Donald Trump die Führung in Teheran aufgefordert, die Rechte des Volkes zu respektieren. Das Staatsfernsehen zeigte große Menschenmengen schwarzgekleideter Regierungsanhänger in Teheran, der zweitgrößten Stadt Mashhad und weiteren Städten. "Irans Führer haben ein wohlhabendes Land mit einer reichen Geschichte und Kultur in einen wirtschaftlich verdorrten Schurkenstaat verwandelt, dessen Hauptexporte Gewalt, Blutvergießen und Chaos sind". Heute vor acht Jahren hatte die Armee die letzte große Protestwelle niedergeschlagen. Es gebe viele Berichte über friedliche Proteste iranischer Bürger, die genug hätten von der "Korruption des Regimes und seiner Verschwendung des Reichtums der Nation zur Terrorfinanzierung im Ausland".

Am Donnerstag waren bei regierungskritischen Protesten in Maschhad mindestens 52 Menschen festgenommen worden. Die Teilnehmer protestierten gegen die hohe Arbeitslosigkeit und die Preissteigerungen im Lande.

Mehr zu den Protesten in Teheran hören Sie in diesem Beitrag unseres Korrespondenten aus den "Informationen am Mittag". Videos im Internet zweigten hunderte Demonstranten bei einem Proteststadt in der Pilgerstadt Kum. Grössere Demonstrationen gab es laut Online-Videos auch in Rascht, Hamedan, Kermanschah, Kasvin und weiteren Orten.

Von offizieller Seite werden unterschiedliche Standpunkte vertreten.

Während sich das Staatsfernsehen am Samstag auf die regierungstreuen Kundgebungen konzentrierte, warnten Regierungsvertreter davor, den Unmut der Bevölkerung zu ignorieren. In eine ähnliche Kerbe schlug auch Präsidentenberater Hesamoddin Aschena. In iranischen Medien hieß es, die Proteste seien lediglich gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung und die hohen Lebenshaltungskosten des Landes gerichtet. Die Initiatoren wollten der Regierung schaden, würden damit aber keinen Erfolg haben.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani war im Juni 2013 mit dem Versprechen gewählt worden, die Aufhebung der vom Westen im Atomstreit erlassenen Finanz- und Handelssanktionen zu erreichen. Doch die Wirtschaft erholt sich nur langsam, und die Arbeitslosigkeit im Iran ist weiterhin hoch.

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