Dobrindt fordert konservativen Aufbruch

CSU-Politiker Alexander Dobrindt

Alexander Dobrindt will in Deutschland eine Revolution anzetteln. "Auf die linke Revolution der Eliten folgt eine konservative Revolution der Bürger", schreibt Dobrindt.

In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung "Die Welt" ruft der CSU-Politiker zu einem konservativen Aufbruch auf. Und eine "konservative Revolution".

Jetzt hat ihn der Chef der CSU-Landesgruppe benutzt - und versuchte sich dafür im "heute journal" vor ZDF-Moderatorin Marietta Slomka zu rechtfertigen. Sie sagen zum Beispiel, ‚Deutschland ist nicht Prenzlauer Berg'.

Slomka wollte solche Geschichtsverdrehungen nicht gelten lassen. "Dobrindt will geistig-moralische Wende wie Kohl, zurück i d 80er. Hat denn der Mann damals gar nichts erreicht, dass Sie sich heute noch an den Alt-68ern abarbeiten müssen?"

Wie der ehemalige Verkehrsminister betont, fühlen sich viele Bürger angehängt und haben das Gefühl "dass sie in den Debatten mit ihren Positionen, ihren Meinungen und ihrem Alltag nicht mehr stattfinden".

► Slomka kontert direkt: "Die Frage ist ja, ob das so zutrifft, dass der Mainstream hierzulande von einer quasi linken Diktatur verhindert wird".

Will Dobrindt eine Revolution gegen Merkel?

. Und das sei eben eines, nicht vertreten zu sein.

"Die Frage ist, ob man Protestwähler zurückgewinnt, indem man die Parolen einer Protestpartei übernimmt", gibt Slomka zurück.

Das sei eine Überinterpretation, eiert Dobrindt herum. Ja, wirft Slomka ein, weil das Internet schließlich auch das Leben aller Menschen radikal verändert habe.

► In Deutschland regiere nun seit zwölf Jahren eine CDU-Kanzlerin, sagt Slomka. "Richtet sich ihr Aufruf zur Revolution auch gegen Frau Merkel?".

Nein, wiegelte der Politiker ab - aber in Meinungsdiskussionen sollten alle gleichermaßen vertreten sein - dazu gehöre, sich zu Wort zu melden, und das habe er getan. Auch die finale Frage der Moderatorin kann als klarer Angriff verstanden werden: "Damit provozieren Sie nun aber vor allem die SPD und nicht die 68er, die alle schon längst in Rente sind und weit über 70". Was genau Dobrindt damit meint, erklärt er nicht. Soweit also die Begründung des Christsozialen, warum er eine konservative Revolution anstrebt.

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