Trumps Steuerreform bringt der Deutschen Bank rote Zahlen

Das Logo der Deutschen Bank in Frankfurt am Main

Im vierten Quartal 2017 werde das Konzernergebnis durch die Gesetzesänderung um 1,5 Milliarden Euro gedrückt, teilte die Bank am Freitag in Frankfurt mit. Die Aktie brach am Nachmittag um gut 4,5 Prozent ein. Für das Gesamtjahr ergebe sich ein geringer Verlust nach Steuern.

Die vorläufigen Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017 wird die Deutsche Bank am 2. Februar 2018 veröffentlichen. Der für das US-Geschäft der Deutschen Bank relevante Körperschaftsteuersatz sinkt von 35 Prozent auf 21 Prozent. Vorbehaltlich einer eingehenden Prüfung der Folgen und der noch zu erwartenden Klarstellungen und Hinweise zur Interpretation geht die Deutsche Bank derzeit nicht davon aus, dass die BEAT ihre Steuerquote auf lange Sicht wesentlich beeinflussen wird. "Grund dafür sind nicht zahlungswirksame Bewertungsanpassungen bei latenten Steueransprüchen in den Vereinigten Staaten", heißt es in der Mitteilung.

Obwohl die Deutsche Bank ein positives Vorsteuerergebnis für das Gesamtjahr erwartet, rechnet sie mit einem Vorsteuerverlust im vierten Quartal, unabhängig von höheren Aufwendungen für Restrukturierung, Abfindungen und Rechtsfälle, die das Quartalsergebnis insgesamt mit etwa 0,5 Milliarden Euro belasten dürften. So kann die Deutsche Bank in ihrer Bilanz die einstigen Fehlbeträge nicht mehr so gut geltend machen. Mit dem Problem steht die Bank nicht alleine da: Jüngst hatten mehrere Großbanken wie Goldman Sachs und UBS hohe Belastungen gemeldet. So seien die Schwankungen an den Kapitalmärkten zuletzt gering gewesen, was den wichtigen Handel mit Aktien, Währungen und Anleihen sowie das Finanzierungsgeschäft schwer belaste. Dort dürften die Erträge gemessen am Vorjahreszeitraum um 22 Prozent geringer ausfallen, so die Warnung.

Die schlechten Nachrichten aus den USA treffen auch die Bemühungen der Deutschen Bank, ihre Kapitaldecke gegen Krisen zu stärken. Die Bank könne aber Zahlungen auf bestimmte Nachranganleihen weiter bedienen, versicherte sie. Damit sind Forderungen von Gläubigern gemeint, die im Falle einer Insolvenz erst spät ausbezahlt werden. Damals wähnte nicht wenige das Geldhaus schon am Abgrund, der Börsenkurs brach ein.

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