Wedel wehrt sich gegen Vorwürfe

Regisseur Dieter Wedel

In einem Bericht des "Zeit-Magazins" kamen namentlich genannte Schauspielerinnen zu Wort, die schwere Anschuldigungen gegen Wedel erheben und ihm sexuelle Übergriffe vorwerfen, bis hin zum erzwungenen Sex.

Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling (parteilos) zeigte sich am Donnerstag unbeeindruckt von Vergewaltigungsvorwürfen gegenüber Star-Regisseur Dieter Wedel: "Ich habe keinen Anlass, an der Glaubwürdigkeit von Dieter Wedel zu zweifeln". Der 75-Jährige weist die Vorwürfe entschieden zurück. Dort habe Wedel sie in einem Hotelzimmer im Bademantel zu einem Vorstellungsgespräch empfangen. Er wird mit den Worten zitiert, dass er "ein überbordendes, manchmal auch grenzüberschreitendes Temperament" habe und dabei "vermutlich auch oft Schauspieler und Schauspielerinnen in ihrem Stolz und Selbstwertgefühl verletzt" habe. Er könne ausschließen, dass er Tempel oder eine andere Schauspielerin für ein Vorsprechen im Bademantel empfangen habe.

"Man darf Frauen nicht verwehren, wenn sie meinen, Opfer von sexuellen Übergriffen geworden zu sein, dies auch offen zu sagen", erläuterte Leutheusser-Schnarrenberger. So berichtet eine weitere ehemalige Schauspielerin, Wedel habe sie ohne Vorwarnung bedrängt. Er habe ihre Bluse aufgerissen und versucht, sie auf eine Couch zu werfen. Sie habe sich gewehrt und ihn angeschrien. "Mit aller Kraft" konnte sie sich aber Wedel entziehen. Wedel weist die Vorwürfe jedoch zurück. Er sei ihr nie an die Gurgel gegangen oder habe sonst in irgendeiner Form Gewalt gegen sie verübt.

Das "Zeit-Magazin" sprach auch mit ehemaligen Mitarbeitern Wedels. So soll Wedel bei den Dreharbeiten zu "Die Affäre Semmeling" eine Schauspielerin angebrüllt und über Monate hinweg psychisch unter Druck gesetzt habe. Deshalb unterstütze sie den Zusammenschluss von Branchenverbänden wie dem Bundesverband Schauspiel und der Deutschen Filmakademie, die eine solche Beschwerdestelle einrichten wollen. Die Frau selbst bestätigt diesen Vorfall. Im Zusammenhang mit sexuellen Forderungen sollen seine Ausfälle nie gestanden haben.

Im November hatte Wedel im Interview mit einem Radiosender gesagt, auch Männer seien Übergriffen ausgesetzt.

Auf MOPO-Anfrage verweist Wedels Sprecherin auf die Presseerklärung, die Wedels Anwalt Michael Philippi auf der Internetseite der Bad Hersfelder Festspiele veröffentlicht hat.

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