Bosch und Continental bei Here an Bord

Here bietet hochauflösendes Kartenmaterial das für das autonome Fahren benötigt wird

FrankfurtDie deutsche Autoindustrie bündelt ihre Kräfte bei der Entwicklung der Technik für die selbst fahrenden Autos der Zukunft. Über den Kaufpreis vereinbarten die Unternehmen Stillschweigen.

Der Kartenanbieter Here kann künftig den weltgrößten Autozulieferer zu seinem Eignerkreis zählen: Bosch erwirbt einen Anteil von 5 Prozent an dem Unternehmen, das mehrheitlich im Besitz von Audi, BMW und Daimler ist. So wird Continental neben der Beteiligung eine Kooperationsvereinbarung mit Here abschließen. Dafür wurde das japanische Unternehmen Pioneer durch eine Überkreuzbeteiligung mittlerweile Anteilseigner von Here.

Das "Manager-Magazin" hatte im vergangenen Jahr berichtet, auch die Autobauer Ford, Toyota und Renault-Nissan seien in Gesprächen über Beteiligungen.

Mitbewerber ZF hingegen will sich momentan nicht finanziell an Here oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Seit das auf hochgenaue Kartendaten spezialisierte Unternehmen den Autobauern gehört, ist es stark gewachsen. Here arbeitet unter anderem daran, die Kameras von Fahrzeugen zu verwenden, um die Karten auf dem Laufenden zu halten. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas kommende Woche werden weitere Bündnisse bekannt gegeben. Dieses Geschäftsfeld ist ein Wachstumstreiber des Reifenherstellers aus Hannover.

Bosch verfolgt laut Pressemitteilung mit dem Einstieg das Ziel, "zum Anbieter datenbasierter Echtzeitdienste auch außerhalb der Automobilindustrie zu werden". So wollen Continental und Here beispielsweise die Möglichkeiten einer präziseren elektronischen Voraussicht (eHorizon) für Fahrerassistenzsysteme erforschen. Über den Einstieg von Continental bei Here war bereits im Juli 2017 in Medien spekuliert worden. Ein mögliches Anwendungsfeld der Kooperation könnte neben dem Automobilsektor die Intralogistik sein, wo mit präzisen Innenraum-Navigationskarten Warenströme in Produktionswerken automatisiert gestaltet werden sollen.

"Bosch sei inzwischen mehr als Auto, sagte heute Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH., Industrie 4.0, Smart Home und Smart City sind für uns stark wachsende Bereiche, in denen sich beim Auf- und Ausbau datenbasierter Services Synergien mit Here ergeben".

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