Nächstes ÖSV-Debakel - Stoch-Triumph auch in Innsbruck

Dominator Kamil Stoch lässt Sven Hannawald um seine Einzigartigkeit bei der Vierschanzentournee zittern.

KOLLEKTIV: Freitag in Podestnähe, ein Quartett in der erweiterten Weltspitze: Auch ohne einen zweiten Top-Athleten macht das DSV-Team bislang einen starken Eindruck bei der Tournee. Der Sieg bei der Tournee ist Stoch kaum noch zu nehmen, sein Polster auf alle Rivalen ist nach dem Ausfall von Freitag riesig.

Am legendären Bergisel sprang Freitag unter erschwerten Bedingungen mit heftigen Winden, strömendem Regen und diversen Unterbrechungen 125,0 m und blieb 0,4 Punkte hinter dem polnischen Gesamtführenden Stoch (127,5). "Daran arbeite ich im Moment", so der Norweger.

Bestens. Der Pole dominierte das Bergiselspringen am Donnerstag und gewann mit 14,5 Punkten vor Daniel Andre Tande aus Norwegen. Sein deutscher Konkurrent um den Titel, Richard Freitag, belegte mit 121 Metern den vierten Rang. Allen voran Andreas Wellinger, der sich mit dem weitesten Sprung des Tages auf 133 m im ersten Durchgang und 126 m im Finale den dritten Rang sichern konnte.

Statistisch gesehen besteht für Hannawald noch immer kein Grund zur Sorge. "Mit meinen Sprüngen bin ich definitiv, das ist der richtige Weg und so will ich weitermachen". Der Japaner Yukio Kasaya gewann 1971/1972 die ersten drei Springen und wurde am Ende nicht einmal Tourneesieger, weil er nach der dritten Station abreisen musste, um sich auf die Olympischen Spiele 1972 in Sapporo vorzubereiten.

Die Erleichterung über eine heil überstandene Qualifikation im Wetterchaos von Innsbruck stand dem besten deutschen Skispringer ins Gesicht geschrieben.

Michael Hayböck hielt als Zehnter die Fahne der österreichischen Gastgeber hoch und war mit seiner Leistung bei diesem Heimspringen auch sehr zufrieden: "Ich merke, dass es für mich bergauf geht, der zehnte Platz bei so schwierigen Verhältnissen ist sehr viel wert für mich". Stefan Kraft dagegen wurde nur 24. Der dritte Vertreter Österreichs im Finale war Clemens Leitner, der sich als 29. über seine ersten Weltcuppunkte freuen durfte. In allen sechs Durchgängen sprang Stoch bislang hervorragend. Für Stefan Kraft ging es nach dem fünften Platz in der Qualifikation nicht weiter nach oben. Der Drittplatzierte Dawid Kubacki, ebenfalls Polen, liegt schon über 20 Punkte hinter Freitag zurück. Der zweifache Bergisel-Sieger verpasste als 37. sogar das Finale.

Die Deutschen erzielten auch ohne ihren Gesamtweltcup-Führenden ein starkes Teamergebnis.

Der Wettkampf in Bischofshofen findet am 6. Januar um 17:00 Uhr statt. Nach einer leichten Wetterbesserung am Mittag brachte die Jury einen kompletten Trainingsdurchgang über die Bühne, der zweite wurde zur Halbzeit abgebrochen, um pünktlich die Qualifikation starten zu können.

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