Sicherheitslücken betreffen auch Apple-Geräte

Sicherheit – Schlüssel

Das Unternehmen räumt ein, dass sämtliche Macs und sämtliche iOS-Geräte - also iPhones, iPads, der iPod touch und das Apple TV - von den Problemen betroffen sind.

Experten hatten zuvor zwei Schwachstellen auf Mikroprozessoren entdeckt, die in fast allen IT-Geräten verbaut sind. Trotz der scheinbaren Hiobsbotschaft gibt er Entwarnung: "Keine Panik!"

"All Mac systems and iOS devices are affected"(Alle Mac- und iOS-Systeme sind betroffen), so das Schreiben von Apple auf die Gefahr von Attacken durch Meltdown und Spectre. Auf der Festplatte gespeicherte Informationen wie Urlaubsfotos, Rechnungen oder Word-Dokumente sind hingegen sicher - so lange sie nicht während eines Hacker-Angriffs vom Nutzer aufgerufen werden. Apple patchte diese Schwachstelle mit den kürzlich veröffentlichten Updates iOS 11.2, macOS 10.13.2 und tvOS 11.2 allerdings bereits.

Zu solchen Angriffen, beruhigt Schwarz, dürfte es allerdings zurzeit noch nicht kommen: Zwar sei der Angriff namens "Meltdown" sehr leicht sogar von einem Informatik-Studenten im ersten Jahr auszuführen. Laut den Forschern sei "Spectre" schwerer umzusetzen, allerdings sei auch der Schutz dagegen komplizierter. Es werde in den nächsten Tagen bereitgestellt.

Zur kompletten Beseitigung der "Spectre"-Schwachstelle seien neue Chips nötig". Somit seien Smartphones, Tablets, PCs, Laptops und Server gleichermaßen betroffen.

Meltdown and Spectre- Google
Meltdown and Spectre – Google

Von den gravierenden Sicherheitslücken auf Prozessoren sind auch alle iPhones, iPads und Mac-Computer betroffen. Deutsche Verbraucherschützer kritisieren die Chiphersteller und sehen eine Parallele zum Dieselskandal. "Wenn ein Problem offenkundig wird, versuchen die Hersteller Schadensminimierung mit geringstmöglichem Aufwand", so vzbv-Sprecher Lell.

Für die Modelle, die über die entsprechenden Schwachstellen angegriffen werden können, stellt der Entwickler Patches und Firmware-Updates in Aussicht.

Angesichts der Sicherheitslücke in Computerchips von Milliarden Geräten werfen deutsche Verbraucherschützer den Herstellern vor, zu Lasten der Kunden zu wenig in die Sicherheit ihrer Produkte zu investieren.

Gemäss Hersteller helfen auch keine Anti-Virus-Programme. "Wir haben einen Punkt erreicht, an dem zu viel Sicherheit für die Geschwindigkeit aufgegeben wurde". Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) riet Bürgern und Unternehmen zu einem zügigen Update ihrer Computer und Smartphones.

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