Iran gibt Trump die Schuld für Proteste

Iran gibt Trump die Schuld für Proteste

Nach Ansicht des Irans haben die USA mit der Unterstützung der Demonstranten in der Islamischen Republik die Grenzen der internationalen Beziehungen überschritten. Die Behörden meldeten in 40 Bezirken der Hauptstadt Demonstrationen nach den Freitagsgebeten an, wie die iranischen Staatsmedien berichteten. Auch von Gewalt und weiteren Festnahmen war die Rede. Die Berichte und Videos lassen sich aber unabhängig nicht verifizieren. Trump hatte zuvor mehrfach bei Twitter geschrieben, die Protestierenden im Iran zu unterstützen. Einige der wichtigsten Fragen und Antworten.

Alles begann am 28. Dezember 2017 in der zweitgrössten iranischen Stadt Maschhad mit einer Demonstration einiger hundert Menschen vor dem Rathaus. Der Justizchef der Stadt, Hamid-Resa Bolhassani, sagte der Nachrichtenagentur Tasnim, der Mann sei von europäischen Geheimdiensten ausgebildet und nach Borudscherd entsandt worden, um dort Proteste zu leiten. Sie hatten sich zunächst gegen die Wirtschafts- und Außenpolitik der Regierung gerichtet, wurden aber zunehmend systemkritisch. Anlass waren jüngst gestiegene Lebensmittelpreise und Frust über wirtschaftliche Missstände.

Wer sind die Adressaten der Aufstände?

Für den US-Präsidenten könnten die Proteste eine willkommene Gelegenheit sein, gegen die iranische Führung zu mobilisieren - das 2015 geschlossene Atomabkommen mit dem Land lehnt er entschieden ab.

Der oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Khamenei, behauptete, die Länder würden mit Geld, Waffen, Politik und Spionen versuchen, "dem islamischen System, der Islamischen Republik und der Islamischen Revolution Probleme zu bereiten".

Wer beteiligt sich an den Protesten und was fordern sie? Die US-Regierung habe Demonstranten ermutigt, auf die Straße zu gehen, um die Regierung zu stürzen. Der Staat sei korrupt und scheitere auf ganzer Linie.

Worin sehen die Machthaber die Ursachen?

Im Iran protestieren seit gut einer Woche Gegner der politischen und religiösen Führung.

Der Uno-Sicherheitsrat wird sich am Freitagnachmittag in einer Dringlichkeitssitzung mit den Unruhen im Iran befassen. Ajatollah Ali Chamenei hatte ausländische Kräfte beschuldigt, für die Eskalation der Proteste im Land verantwortlich zu sein. "Aus Sicht der Bundesregierung ist es legitim und verdient auch unseren Respekt, wenn Menschen ihre wirtschaftlichen und politischen Anliegen couragiert in die Öffentlichkeit tragen, wie dies derzeit im Iran geschieht". Sie fürchtet, dass gewalttätige Proteste den vorsichtigen Reformkurs unter Präsident Hassan Ruhani beschädigen und Hardliner zurückbringen könnten. Weitere seien "im Visier" der Ermittler.

Im Iran finden seit Tagen Demonstrationen gegen die Führung des Landes und den islamischen Klerus statt. Die UN müssten Unterstützung für die Demonstranten bekunden.

Wie viele Opfer gibt es bisher?

Bis zum Dienstagabend sollen mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen sein, die meisten von ihnen Demonstranten. Über die Zahl der Verletzten sind keine konkreten Angaben verfügbar. Allein in der Hauptstadt Teheran waren bis Dienstag laut Nachrichtenagentur Ilna innerhalb von drei Tagen 450 Demonstranten festgenommen worden.

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