ARD will höhere Zwangsgebühren ab 2021

Die Haushaltsabgabe ist umstritten

Laut einem Bericht des Handelsblattes will der neue ARD-Intendant Ulrich Wilhelm die Politik auffordern, die Rundfunkgebühren zu erhöhen.

Die steigende Gebühr soll an die Inflation, die jährlich 1,7 Prozent beträgt, angepasst werden.

So sagt Wilhelm, dass ohne einen höheren Rundfunkbeitrag ab 2021 die Programme nicht an gewaltigen Kürzen vorbeikommen. Die Höhe lag pro Haushalt bis März 2015 bei monatlich 17,98 Euro und gegenwärtig bei 17,50 Euro.

Heute sei der Rundfunk der einzige Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, bei dem die Inflation seit Jahren nicht ausgeglichen worden sei.

Eine Anhebung ist allein über die Zustimmung aller 16 Bundesländer möglich. "Darüber werden wir mit den Ländern im Einzelnen sprechen müssen", kündigte der Intendant des Bayerischen Rundfunks an. Mit den Gebühren werden rund 20 Fernseh- und 69 Radiosender finanziert. Wilhelm, ehemaliger Regierungssprecher unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), setzt auf politische Überzeugungsarbeit bei seiner Forderung nach einem höheren Rundfunkbeitrag. "Das gilt auch für unsere Beteiligungen und Tochterfirmen".

Während Wilhelm zugleich die Reformbereitschaft der Rundfunkanstalten betont, in der man Dinge zurückzubaut, wurde erst kürzlich aus standortpolitischen Gründen eine überlegte Streichung des Kölner ARD-Kanal "Einsfestival"(heute "One") abgelehnt. Derzeit versucht die ARD offenbar die Münchner Filmrechtefirma Telepool zu verkaufen.

Während die Schweiz vor einer Volksabstimmung für die Abschaffung des Rundfunkbeitrags steht, tritt der neue ARD-Chef Ulrich Wilhelm für eine Erhöhung des Zwangsbeitrags ein. Ebenso den verschärften Wettbewerb durch Bezahlangebote von Anbietern wie Amazon oder Netflix.

"Die Intendanten müssen sich dieser Herausforderung stellen". Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.

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