Handballer mit erfolgreicher EM-Generalprobe gegen Island

Christian Prokop blickt der EM gespannt entgegen

Die deutschen Handballer haben ihre Generalprobe vor der EM in Kroatien (12. bis 28. Januar) erfolgreich gemeistert. "Wir haben noch einmal eine Schippe draufgelegt". Viele Konzepte sind aufgegangen.

Andreas Wolff, der 2016 beim Titelgewinn in Polen zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde, und der anarchische Silvio Heinevetter, der zum Zwecke einer Parade schon mal quer in der Luft liegt, gaben gegen Island den Rückhalt. Denn der soll weiterhin die Stärke im Unternehmen Titelverteidigung sein, wie auch Uwe Gensheimer unterstrich: "Die Breite im Kader ist unsere große Stärke". "Deswegen sind wir ziemlich optimistisch". Am kommenden Donnerstag reist das Team von Bundestrainer Christian Prokop nach Zagreb, wo am Samstag das erste Gruppenspiel gegen Montenegro ansteht.

"Man kann über weite Strecken zufrieden sein". Die ersten drei Mannschaften erreichen die Hauptrunde.

Und im Angriff? Da präsentierte sich das deutsche Team variabel und tankte mit Toren von sämtlichen Positionen Selbstvertrauen. "Aber in Kroatien wird uns eine andere Aggressivität gegenüberstehen", warnte der Nachfolger von Dagur Sigurdsson.

"Wir haben uns für 16 Spieler entschieden, nicht gegen vier". Prokop wechselte viel und nutzte die letzte Gelegenheit, um sich ein Bild über den Leistungsstand seiner Wackelkandidaten zu machen. Vor allem die Nicht-Berücksichtigungen von Abwehrchef Lemke und Linkshänder Wiede kommen unerwartet.

Und hier überraschte Prokop: Neben den Rückraumspielern Marian Michalczik, Fabian Wiede (erwartet) und Linksaußen Rune Dahmke (befürchtet) setzte Prokop auch den Abwehrhünen Finn Lemke (überraschend) auf die Liste der Ersatzspieler, die er im Notfall nachnominieren kann. Für Bundestrainer Christian Prokop der Beginn der schwersten Zeit. Prokop wies allerdings auf die "sehr guten" Wechselmöglichkeiten hin, "um auch im Laufe des Turniers reagieren zu können". Die EM ist lang, so dass wir mehrere Optionen brauchen werden.

Etwas überraschend dabei sind Kreisläufer Bastian Roschek und Rückraumspieler Maximilian Janke (beide SC DHfK Leipzig), die beide am Freitag im ersten EM-Test gegen Island (36:29) ihr Länderspiel-Debüt feierten. Janke war nur durch die Schulterverletzung von Europameister Niclas Pieczkowski ins Team gerutscht und am 2. Januar von Prokop nachnominiert worden. Diese wäre zwischenzeitlich sogar noch höher ausgefallen, wenn Prokops Team vor dem Tor noch entschlossener agiert hätte.

Die Defensive deutete in Neu-Ulm in vielen Situationen an, warum sie international gefürchtet ist. Egal in welcher Formation die deutsche Mannschaft auf dem Feld stand, sie hatte die Isländer im Griff. Und falls doch mal ein Wurf Richtung Kasten ging, waren die Keeper Heinevetter und Wolff oft zur Stelle.

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