UBS schreibt 1,2 Milliarden Franken Gewinn

Operativ konnte die UBS im vierten Quartal überzeugen

Die Schweizer Grossbank UBS hat vergangenes Jahr 1,2 Milliarden Franken Gewinn gemacht.

So hat im vierten Quartal insbesondere eine Abschreibungen auf Steuergutschriften in den USA das Ergebnis mit 2,9 Milliarden Franken belastet, wie die UBS am Montag mitteilte. Diese Kosten haben sich gegenüber dem Vorjahr fast um drei Viertel reduziert. Zudem beabsichtigt die UBS, in den kommenden drei Jahren rund 1 Milliarde Franken in Technologie zu investieren.

Das entspricht etwa den Erwartungen der Analysten. Im Vorjahr wurden 0,60 Franken bezahlt. Im Jahr davor wurden 0,60 Franken gezahlt. Künftig soll die direkte Gewinnbeteiligung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich steigen.

Der Verwaltungsrat der UBS kündigt an, ab März ein dreijähriges Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 2 Milliarden Franken zu starten. 2018 sollen Aktien in Höhe von maximal 550 Millionen Franken zurückgekauft werden. Ohne diesen wäre der Reingewinn im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent gestiegen, wie die UBS festhielt. Geschäftlich war die Grossbank 2017 denn auch erfolgreicher als im Vorjahr unterwegs. Dank eines Sparprogramms reduzierten sich auch die Aufwendungen um über eine halbe Milliarden Franken im Vorjahr auf noch 23,7 Milliarden Franken. Die Bank sei aber gut positioniert, um diesen Herausforderungen zu begegnen und durch anhaltende Kostendisziplin bei gleichzeitigen Investitionen in Geschäft und Infrastruktur deren Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis des Konzerns abzufedern. Operativ lief es dagegen sehr gut und die Bank hat zudem wieder genug Kapital, um einen Teil davon über Aktienrückkäufe und steigende Dividenden an die Aktionäre zurückzugeben. Wir erzielten ein stärkeres Resultat als im Vorjahr.

Hingegen sank der Vorsteuergewinn bei der UBS Schweiz (Personal & Corporate Banking) im Vorjahresvergleich um 4 Prozent und im Asset Management um 5 Prozent.

Im Schlussquartal 2017 schlitterte die Bank durch die Steuereffekte sogar in die roten Zahlen: Der Nettoverlust erreichte 2,224 Milliarden Franken. Damit erreicht das verwaltete Vermögen mit mehr als 770 Milliarden Franken den höchsten Stand seit neun Jahren. Der Nettoneugeldzufluss im Asset Management betrug 59 Milliarden Franken. Die UBS begründet dies mit geringer Marktvolatilität und einem niedrigeren Gebührenpool im Bereich Mergers und Acquisitions.

Beim Ausblick für das Gesamtjahr 2018 bleibt die UBS eher zurückhaltend.

Die Umsetzung der zuletzt vereinbarten Änderungen der Basel-III-Kapitalstandards werde höhere Kapitalanforderungen und Kosten mit sich bringen, schreibt die UBS weiter in ihrem Bericht.

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