Harte Abrechnung mit Dieter Wedel auf Facebook

Regisseur Dieter Wedel

Nun richtet sich der Zorn Verhoevens ("Willkommen bei den Hartmanns") gegen Dieter Wedel und ein Schweigekartell, das den 75-jährigen Regisseur über Jahrzehnte geschützt haben soll. Und außerdem schreibt er: "Fakt ist: Jeder, der in der Filmbranche eine Zeitlang gearbeitet hat, wusste von den ätzenden Geschichten über Wedel". Dass er am Set Schauspieler tyrannisiere, dass er ein eitler, egomanischer Schreihals sei, ein Arschloch. Die Ausmaße allerdings, die habe sich keiner vorstellen wollen, so Verhoeven.

Zu lange habe seine Branche die Augen verschlossen, Dinge verharmlost. Aus Angst. Aus Scham.

Der Missbrauchs-Skandal um Regisseur Dieter Wedel hat eine weitere Konsequenz. "Das man bereit war, für einen Quotenerfolg mit einem Monster zu arbeiten", prangert er an.

Und ich erwarte - so wie viele andere auch - vom ZDF, dem Saarländischen Rundfunk und von allen anderen Sendern und Produktionsfirmen, allen Verantwortlichen, auch aus den Filmteams, die mit diesem Drecksack jahrzehntelang gearbeitet und Erfolge gefeiert haben, daß sie jetzt schleunigst beginnen, diese Zeit aufzuarbeiten und offen zu sagen, was sie damals wußten, ahnten, in Kauf nahmen. Seine Serien nie wieder auszustrahlen.

Er hofft: "Man kann nur hoffen, daß solchen kranken Typen von nun an - nicht nur in der Filmbranche - sondern in jedem Teil der Gesellschaft - viel früher das Handwerk gelegt wird".

Autor Thomas Block
Regisseur Dieter Wedel

Simon Verhoeven ist nun der erste bekannte deutsche Regisseur, der sich nach den Veröffentlichungen in der "Zeit" offen gegen Dieter Wedel stellt.

In dem angesprochenen Artikel der "Zeit" schildern Frauen, die einst mit Wedel zusammengearbeitet haben, von sexuellen Übergriffen.

Gegenüber der "Bild"-Zeitung soll Verhoeven diese vehemente und emotionale Stellungnahme bereits bestätigt und erklärt haben".

Zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Regisseur Dieter Wedel wollte sich bislang kaum jemand äußern. Wedel selbst, der aktuell noch in einem Krankenhaus liegt, hat diese Anschuldigungen allesamt bestritten. Sein Anwalt erklärte am Mittwoch in der "Tagesschau", er halte die Berichterstattung der "Zeit" für "ethisch nicht verantwortbar" und "rechtlich für unzulässig".

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