IOC fodert sichere Anti-Doping-Tests

Sportpolitik- Rodschenkow Putin Mitwisser der Doping-Vertuschung. Hat schwere Vorwürfe gegen Russlands Präsident Putin erhoben Doping Kronzeuge Grigori Rodschenkow

"Wir sind zuversichtlich, dass die WADA alle Fragen vollständig angehen wird", erklärte das Internationale Olympische Komitee zu der beunruhigenden Nachricht aus Montreal.

Doch wie am Montag öffentlich wurde, hat das Kölner Analyselabor die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA am 19. Januar darüber informiert, dass die Flaschen beim Einfrieren einer Probe manuell geöffnet werden könnten. "Wir haben sofort die WADA gebeten, dafür zu sorgen, dass die Anti-Doping-Tests in Pyeongchang glaubwürdig und zuverlässig durchgeführt werden können", sagte ein IOC-Sprecher am Dienstag.

Die Weltantidopingagentur (Wada) prüft aufgrund eines Verdachts die Unversehrtheit von Sicherheitsflaschen des Schweizer Entwicklers Berlinger, in denen Doping-Proben gelagert werden.

Bei einer Dopingkontrolle werden jeweils zwei Flaschen benötigt, für eine A- und eine B-Probe. "Die WADA erkennt, dass diese Situation, wenn sie bestätigt wird, Bedenken und Fragen aufwerfen wird", heißt es in einer ersten Stellungnahme. Die B-Probe wird eingefroren und nur genutzt, wenn ein Athlet die Analyse der A-Probe anzweifelt. Es handelt sich dabei bereits um die zweite weiterentwickelte Variante nach dem russischen Dopingskandal um die Winterspiele in Sotschi 2014.

Am Montag waren schwere Mängel bei der Lagerung von Dopingproben bekannt geworden.

Droht den Olympischen Spielen in Pyeongchang ein Doping-Tsunami? Das IOC gewährt jedoch 169 individuell geprüften russischen Sportlern das Startrecht unter neutraler Flagge und als "Olympische Athleten aus Russland". "Wir hätten sie zwischendurch mit sauberem Urin befüllen können und keiner hätte es gemerkt", so Doping-Experte Hajo Seppelt. Sollten hier Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, sind wir angehalten, den Auftraggebern wie zum Beispiel den Fachverbänden oder der NADA sowie der WADA Auffälligkeitsmitteilungen zukommen zu lassen", sagte der Labor-Leiter Mario Thevis dem SID: "Gewisse Auffälligkeiten wurden kürzlich festgestellt und entsprechend kommuniziert. "Es gibt Möglichkeiten, die Integrität von Urinproben zu sichern". Für diese Pläne sei es aber "zu früh", fügte er an. Er sagte: "Nichtsdestotrotz muss man festhalten, dass wahrscheinlich kein System manipulationssicher sein kann".

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