"Die kleine Hexe" ist 127 Jahre jung und kein bisschen böse

Die kleine Hexe Karoline Herfurth mit ihrem Raben Abraxas

Die Kinder im Dorf erzählen, was sie über Hexen wissen: Die sind alt und hässlich und tun böse Dinge.

Karoline Herfurth spielt die kleine Hexe. Mit dem Unverständnis, das die kleine Hexe den vielen Regeln und Verboten ihrer Hexenschwestern entgegen bringt, spricht sie den ganz jungen Zuschauern aus der Seele und kann es sich durch ihren Charme gleichermaßen erlauben, das eine oder andere Mal über die Strenge zu schlagen.

Die kleine Hexe (Karoline Herfurth) möchte so gerne in der Walpurgisnacht mit den anderen Hexen auf dem Blocksberg tanzen. Nun schlüpft Karoline Herfurth in die Rolle der Hexe, um die zauberhafte Geschichte märchenhaft auf die Kinoleinwand zu bringen. Da passt es gut, dass sie von Natur aus rote Haare hat. "Sie hat mich sehr beeindruckt und gehörte zu meinen Kindheitsidolen". Und Karoline Herfurth begeistert wieder einmal mit einer umwerfenden Natürlichkeit. Dort bekam sie eine lange Hexennase aus Silikon. "Es dauerte jeden Morgen anderthalb bis zwei Stunden, die Nase anzukleben", erklärt sie.

"Die kleine Hexe" ist ab dem 1. Februar bundesweit in den deutschen Kinos zu sehen. Seine Tochter Susanne Preußler-Bitsch sagt: "Zu groß war seine Sorge, dass ein Film nicht dem Geist des Buches und dem Charakter der kleinen Hexe gerecht werden könnte". Heimlich schleicht sie sich zum Fest, wird entdeckt und bestraft: Entweder lernt sie in einem Jahr alle Zaubersprüche auswendig, oder sie verliert für immer ihre Zauberkraft. Die Figur habe ihrem Vater besonders am Herzen gelegen und sei wie ein Mitglied der Familie gewesen. Aber die Produzenten Uli Putz und Jakob Claussen hatten schon mit der Verfilmung von Preußlers "Krabat" (2008) und "Das kleine Gespenst" (2013) die Richtung vorgegeben. Er starb vor fünf Jahren. Mit einfachen Erklärungen lässt sie sich nicht abspeisen, schon gar nicht mit dem Satz: Dafür bist du zu jung. Ihre eigene Tante, die Hexe Rumpumpel (eine bis zur Unkenntlichkeit verkleidete Suzanne von Borsody) setzt sie dabei unter Druck. Visuell ist "Die kleine Hexe" eine im besten Sinne altmodische Augenweide, die nicht bloß bei den haptischen Effekten (der von einem hörbar engagierten Axel Prahl gesprochene Rabe Abraxas ist übrigens ein Animatronic) punktet, sondern auch beim Setdesign.

"Die kleine Hexe", Regie: Michael Schaerer, Deutschland 2018, 109 Minuten, ohne Altersbeschränkung.

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