Prozess um Anschlag auf Dresdner Moschee startet

Fast anderthalb Jahre nach den Sprengstoffanschlägen auf eine
Moschee und ein Kongresszentrum in Dresden hat der Prozess gegen
den mutmaßlichen Täter begonnen. Dem 31-Jährigen wird unter anderem
versuchter Mord vorgeworfen

Da damals die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit bevorstanden, zu denen zahlreiche Spitzenpolitiker und tausende Besucher erwartet wurden, lösten die Anschläge in Dresden erhebliche Besorgnis aus.

Der 31-Jährige suchte sich nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft bewusst eine Moschee für seinen ersten Anschlag aus. Nino K. soll am 26. September 2016 kurz vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in der sächsischen Landeshauptstadt drei selbstgebaute Rohrbomben vor der Fatih-Moschee per Zeitschaltuhr gezündet und mehrere Behälter mit brennbarer Flüssigkeit dort abgelegt haben. Die Moschee lag nur wenige hundert Meter von der Wohnung des Angeklagten entfernt, der Schulz zufolge "als bekennender Anhänger" der islamfeindlichen Pegida-Bewegung gilt. Die Explosionswelle drückte die Eingangstür aus dem Schloss, die Tür und die Fassade wurden beschädigt, das Feuer konnte jedoch schnell gelöscht werden.

Der Imam, seine Frau sowie die damals sechs und zehn Jahre alten Söhne blieben bei dem Anschlag unverletzt. Die Materialien hatte er sich im Internethandel besorgt. "Das Schicksal der Menschen war ihm gleichgültig", sagte Schulz. Anschließend soll der Angeklagte auf der Terrasse des Dresdner Kongresszentrums weitere Sprengvorrichtungen gezündet haben. Der Angeklagte habe damit auch "ein Zeichen des Protests" gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung setzen wollen. Auch in diesem Fall richtete die Rohrbombe nur Sachschäden an. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden noch einmal verstärkt. Ob sich der 31-Jährige äußern wird, war unklar. K. stellte zudem zwei weitere Sprengsätze her, die er Schulz zufolge aber aus Angst vor Entdeckung nicht einsetzte. Sie wurden später in der Elbe und der Weißeritz gefunden. Die Staatsanwaltschaft wirft Nino K. unter anderem versuchten Mord, versuchte gefährliche Körperverletzung, die Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen und schwere Brandstiftung vor. Am 8. Dezember 2016 wurde er festgenommen und sitzt seitdem in U-Haft.

Eine Überwachungskamera erwischte Nino K.

Rechtsanwältin Dr. Kati Lang erklärte nach der Anklageverlesung: "Die Familie bewegt das Geschehene noch heute und sie will mittels des Prozesses erfahren, warum ihnen das passiert ist".

Am Montag soll mit der Beweisaufnahmen begonnen werden.

Für den Prozess hat die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Dresden bis Anfang April zunächst zwölf weitere Sitzungstage anberaumt.

Related:

Comments

Latest news

Tipps für Online Casino Spieler
Online-Casinos haben ihre eigenen Besonderheiten, und dies sollte natürlich beim Spielen berücksichtigt werden. Es wird allgemein angenommen, dass der Erfolg eines Casino-Spiels von Ihrem aktuellen emotionalen Zustand abhängt.

Guide to Blackjack
The game is always played on a semi-circle table with the dealer on the inside and a maximum of 7 players surrounding. Players can say ‘hit me’ to dealt additional cards that will increase their hand value if they wish.

Lebenslänglich für Herner Marcel H
Auch deswegen soll der Beschuldigte ein Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 90.000 Euro an die Mütter seiner Opfer zahlen. Teddybären, Blumen und Kerzen liegen vor dem Haus, in dem der getötete neunjährige Junge Jaden gewohnt hat.

Microsoft mit starkem Quartal - Steuerzahlungen bescheren Verluste
Azure, Microsofts wichtigstes Cloud-Angebot, legte beim Umsatz um 98 Prozent zu, Office 365 wuchs um 41 Prozent. Die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump hat Microsoft einen Milliardenverlust eingebrockt.

Multiplayer kosten
Die Spieler fürchten jedoch, dass dann ein Spiel immer mehr Pay-to-Win Elemente besitzt und damit nicht mehr interessant ist. Die ersten Bugs werden bereits erwartet und man hofft viele zu finden damit sie bis 2018 ausgemerzt werden können.

Other news