Til Schweiger über Dieter Wedel "Man wusste, dass er ein Menschenquäler ist"

Til Schweiger Er zieht Konsequenzen aus dem Wedel-Fall

Til Schweiger ist nicht der einzige, der sich über den Fall Dieter Wedel geäußert hat. Das Zögern der Frauen erkläre er sich mit "der wahnsinnigen Macht", die Wedel gehabt hätte, sagte der Schauspieler und Produzent. Und nicht sagen: "‚20 Jahre hattet ihr die Chance und jetzt haltet die Klappe'". Damit widersprach er der Journalistin Gisela Friedrichsen. "Jeder, dem so etwas widerfährt, ist sein Leben lang traumatisiert", sagte der 54-Jährige. Der Filmemacher ("Der Schattenmann") wies alle Anschuldigungen zurück. "Man wusste aber, dass er ein Menschenquäler ist", sagte Schweiger. Eine Kollegin, die er nicht namentlich nannte, habe ihm einmal berichtet, dass sie von Wedel verprügelt worden sei. Von den Vergewaltigungsvorwürfen habe er jedoch erst aus der Presse erfahren. Sexueller Missbrauch, Macht-Demonstrationen und die Angst, mit den eigenen Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen, sind tägliche, weltweite Probleme. "Leute, die ihre Macht demonstrieren und ausleben wollen, können nichts weniger leiden, als wenn sich jemand widersetzt". Nach Hollywood wird nun auch die deutsche Filmbranche erschüttert: Star-Regisseur Dieter Wedel, 75, soll mehrere Frauen sexuell belästigt haben.

Für Till Schweiger sei es grade jetzt wichtig, den Opfern zu zuhören, ihnen zu glauben und sie zu ermutigen.

Auch deshalb kündigte Schweiger an, bei den Dreharbeiten zu seinem neuen Film zwei Vertrauenspersonen einzusetzen.

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