ZF-Aufsichtsrat beruft Wolf-Hennig Scheider zum Vorstandsvorsitzenden

Wolf-Henning Scheider

Den frei gewordenen Chefposten bei Mahle wird Jörg Stratmann übernehmen.

ZF-Chefkontrolleur Paefgen dankte noch einmal ausdrücklich Konstantin Sauer, der den Konzern neben seiner Funktion als Finanzchef vorübergehend geführt "und dem Unternehmen damit Stabilität gegeben hat" sowie Mahle, "die den schnellen und unkomplizierten Wechsel von Wolf-Henning Scheider ermöglicht haben". Sein Vorgänger Stefan Sommer bei ZF war im Dezember im Streit mit den ZF-Eignern zurückgetreten.

ZF und Mahle gehören zu den größten Autozulieferern im Südwesten. Zudem stehe der neue Chef "für einen moderierten Wandel", so Paefgen. "Er wird ZF mit Fingerspitzengefühl und im steten Austausch mit allen Anspruchsgruppen durch den herausfordernden Transformationsprozess steuern", fügte er hinzu. Auch OB Brand fand lobende Worte. Der 55-jährige Diplom-Betriebswirt kann auf Erfahrungen im Management von Bosch und Mahle zurückschauen. Mahle-Aufsichtsratschef Heinz Junker bedankte sich bei Scheider für die "intensive Arbeit im Transformationsprozess". Geradezu überschwänglich lobte er Scheiders Nachfolger. Scheider wird bereits von Donnerstag an die Geschicke des Konzerns am Bodensee lenken. Dieser Bereich geht nun an Georg Dietz (54) über, der neu in die Geschäftsführung berufen wurde.

Sowohl ZF als auch Mahle befinden sich, wie die gesamte Branche, im Umbruch. 2008 wechselte er zu Mahle nach Stuttgart, wo er er zunächst die Produktlinie Flüssigkeitsmanagement-Systeme verantwortete, ab Mai 2009 leitete er den Vertrieb und die Anwendungsentwicklung. Das Unternehmen steht unter dem Druck, sich für neue Geschäftsfelder wie autonomes Fahren und Elektroautos breiter aufzustellen. Sommer hat ZF in seiner rund fünfjährigen Amtszeit bereits gehörig umgekrempelt.

ZF ist nach Bosch und Continental der drittgrößte deutsche Autozulieferer mit 36 Milliarden Euro Umsatz 2017 und rund 140.00 Mitarbeitern. Sauer wird ab sofort wieder in seiner angestammten Disziplin als Leiter der ZF-Finanzabteilung arbeiten.

Auch Mahle (12,3 Milliarden Euro Umsatz, 76600 Mitarbeiter) ist auf dem Weg vorangekommen. Im Februar 2013 wurde er Mitglied der Geschäftsführung der Mahle Behr-Gruppe, deren Vorsitz er im Juli 2013 übernahm. Der Umschwung vom Verbrennungsmotor zu Elektromobilität zwingt auch den Antriebs- und Klimatechnikspezialisten Mahle, sich umzustellen.

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