Die Fernsehbranche hat nichts zu sagen

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Dass der Deutsche Fernsehpreis nicht im Fernsehen übertragen wurde sei "natürlich ein Witz", aber angesichts dieser Tatsachen vielleicht auch ganz gut, ist Reschkes Fazit.

Sie habe gedacht, dass die Verleihung spannend werden könnte, sagt Reschke zu Beginn ihres Kommentars. Denn kontroverse Themen gebe es ja derzeit genug.

Reschke zeigt zum Vergleich die Anfangssequenz der Veranstaltung. Und dass der Auftritt als eine Hommage an die Erfolgsserie "Babylon Berlin" gemeint gewesen sei, sei für die meisten Zuschauer eben nicht ersichtlich, da die Produktion zunächst auf dem Bezahlsender Sky ausgestrahlt worden war.

Doch der Tanz ist nicht der einzige Aufreger für Reschke. Gerade die Kategorie "Beste Einzelleistung Information", in der drei Frauen nominiert waren, habe die Misere aufgezeigt. Und auch die Jury habe in diesem Jahr zu zwei Dritteln aus Männern bestanden.

Als Anmoderation sang Barbara Schöneberger das bekannte Lied "Das bisschen Haushalt" von Johanna von Koczian in einer umgedichteten Version: "Das bisschen Info macht sich von allein, sagt der Claus" - dazu wurde ein Bild von Claus Kleber eingeblendet. Die Kameraaufnahmen zeigen Miosga und Slomka lachend.

"Auf die Idee muss man erst mal kommen: Einen Tag, nachdem weitere Vorwürfe zu sexuellen Übergriffen von Dieter Wedel - immerhin ein Fernsehregisseur - veröffentlicht wurden, fällt den Veranstaltern des Fernsehpreises nichts Besseres ein, als mal ordentlich die Puppen tanzen zu lassen - mit Troddeln auf den Brüsten und Bananen um die Hüften."

Andererseits war der Einblick in die Betriebsfeier der deutschen Fernsehbranche durchaus aufschlussreich: So also geht es zu, wenn niemand überträgt. So viel Frauenpower sei den Veranstaltern möglicherweise unheimlich gewesen, vermutete Reschke.

Den scharfen Kommentar griff auch Jan Böhmermann in einem Facebook-Post auf, unter dem seit Donnerstagvormittag eine hitzige Diskussion losgebrochen ist.

Doch es melden sich auch Kritiker.

Reschke bemängelte auch, dass fast alle Auszeichnungen an männliche Fernsehmacher gegangen seien.

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