Kurios! Cottbus-Fans zeigten Hitlergruß, SV Babelsberg droht Liga-Ausschluss

Regionalliga SV Babelsberg wehrt sich gegen Cottbusser Nazi Parolen- jetzt droht ihm das Aus

Potsdam. Der Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 will eine Frist des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) zur Zahlung einer Geldstrafe verstreichen lassen.

Diese Summe hatte der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) verhängt, weil Babelsberg-Fans im Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus am 28. April 2017 (2:1) Pyrotechnik abgebrannt hatten. Im schlimmsten Fall droht Babelsberg gar der Ausschluss aus dem Spielbetrieb. Nun droht der Ausschluss aus der Regionalliga.

Energie Cottbus musste wegen unsportlichen Verhaltens in mehreren Fällen 6000 Euro zahlen. Ein zweites Urteil wegen "rechtsradikaler und antisemitischer Verfehlungen" mit einer Strafzahlung von 5000 Euro wurde nach Berufung von Energie jedoch aufgehoben.

Die Babelsberger stört unter anderem, dass in der Urteilsbegründung auch aufgeführt wurde, dass ein Babelsberger Fan "Nazischweine raus", gerufen habe. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bunds legte daraufhin Revision ein.

Die Babelsberger kritisieren vor allem die verschobenen Relationen in den Urteilen gegen Babelsberg und Cottbus. "Da sind wir auch Manns genug, das klar darzustellen - das hätte man besser rausgelassen", sagte Stephan Oberholz, Vorsitzender des NOFV-Sportgerichts, dem Deutschlandfunk. Die Partie stand damals mehrfach vor dem Abbruch, weil vermummte Cottbusser auf das Spielfeld gestürmt waren und sich die Fanblocks beider Teams gegenseitig mit Pyrotechnik beschossen. Allerdings beanspruchen die Babelsberger Verantwortlichen für sich, dass ihre Anhänger auf Tumulte lediglich reagiert hätten.

Den Teil der Strafe, der sich auf Fan-Vergehen mit Pyro-Technik bezieht, werde man akzeptieren. Die finanziellen Sanktionen gegen Cottbus seien anders als bei Babelsberg nachträglich verringert worden.

NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs bekräftigte derweil Babelsbergs Zahlungspflicht im MDR: "Die Frist endet um 24.00 Uhr". "Wenn alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind, dann kann die erste Herrenmannschaft vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden", sagte Michael Flottron vom NOFV. "Die Frage der Glaubwürdigkeit des NOFV steht hier auf dem Spiel".

"Man will uns durch die Androhung des Ausschlusses aus dem Spielbetrieb zwingen, zu bezahlen", sagte Horlitz der "Märkischen Allgemeinen Zeitung". Zudem soll Babelsberg wegen anderer Verfehlungen weitere 4500 Euro zahlen, im Zuge dessen muss der Verein auch ein Spiel ohne Zuschauer befürchten. "Wenn wir gezwungen werden, werden wir noch mehr Öffentlichkeit herstellen". Wir haben eine kreative Fanszene und viele Unterstützer. Das Vorgehen sei aber eine Provokation: "Der NOFV zeigt uns den ausgestreckten Mittelfinger und kippt weiter Benzin ins Feuer, während wir uns um Deeskalation bemühen", sagte Horlitz dem SID.

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