Steht der Jugendsender FM4 vor dem Aus? - FALTER 05/18 - Archiv

Steht der Sender FM4 vor dem Aus

ORF-Radiodirektorin Monika Eigensperger: "Im ORF gibt es keine Diskussionen zu einem Aus von FM4". Er steht für Subkultur, Underground und Gegenöffentlichkeit und ist aus der heimischen Radiolandschaft nicht mehr wegzudenken. Sowohl ÖVP als auch FPÖ weisen das "Gerücht" zurück und verneinen, dass es Pläne für ein Aus von FM4 gebe.

So erreichte den Falter am Montag folgende vertrauliche Information: "Am Freitag wurde im ORF am Küniglberg ein außerordentlicher Lenkungsausschuss einberufen". Vorstöße des Privatsenderverbandes (VÖP), ORF-Sender zu zerstören oder zu marginalisieren (zum Beispiel durch Verschieben von FM4 in das hörerlose DAB-Spektrum), konnten bisher erfolgreich abgewehrt werden. Offizielle Begründung für die Maßnahme: Nichterfüllung des Bildungsauftrags. Um genauer zu sein: Distanziert hat man sich von den Spekulationen, die würden halt "derzeit zu medienpolitischen Fragen umgehen" (Blümel). Es haben sich auch ganz schnell maßgebliche Politiker - auch der zuständige Kultur- und Medienminister Gernot Blümel - distanziert. Daher sei man "in Vorbereitung einer Medienenquete, um einen echten medienpolitischen Diskurs in Österreich zu starten", sagt Blümels Sprecherin Iris Müller-Guttenbrunn.

Über die Frage, ob Unterhaltung immer auch Haltung haben muss und nicht bloß aus Schenkelklopfen und Trallala bestehen muss, mag gestritten werden könne.

Im ORF reagierte man gelassen auf die Meldungen. "Uns ist von diesbezüglichen Plänen nichts bekannt", so Kommunikationschef Martin Biedermann. "In der Regierungserklärung ist ausgemacht, dass kein Sender verkauft wird".

In den sozialen Medien formieren sich bereits Unterstützer, die ein mögliches Aus verhindern wollen.

ORF-Stiftungsratsmitglied Norbert Steger (FPÖ) sagte der Wochenzeitung, dass die türkis-blaue Koalition laut Regierungsprogramm keine Sender privatisieren will, Einstellungen aber "rein theoretisch denkbar" wären. Die Gerüchte würden "von der linken Seite hochgespielt". "Aber das heißt nicht, dass es sie künftig alle gibt".

Soll nach 23 Jahren Sendezeit Schluss sein? FM4 sei essentieller Teil der ORF-Radios.

Der medienpolitische Sprecher der FPÖ, Hans-Jörg Jenewein, ging in einer Aussendung darauf ein: Er zitierte den Fall (sowie auch andere) und schrieb, im ORF habe sich "eine Unkultur der politischen Distanz- und Respektlosigkeit eingebürgert, die neben den handelnden Personen offenbar von den direkten Vorgesetzten nicht nur gedeckt, sondern auch gefördert werden".

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