Bundesbank überweist 1,9 Milliarden nach Berlin

Firmensitz von Fresenius in Bad Homburg

Wie hoch der Gewinn der Notenbank 2017 ausgefallen ist, der nach Berlin geht, teilt die Bundesbank heute mit.

Der Jahresüberschuss der Notenbank verdoppelte sich im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 auf 2 Milliarden Euro. Deshalb stockt sie die Rücklagen dafür um weitere 1,1 Milliarden auf 16,4 Milliarden Euro auf. 929 Milliarden Euro haben Institute 2017 der Bundesbank anvertraut. Aktuell hält sie einen Bestand von rund 2,3 Billionen Euro, rund 512 Milliarden liegen bei der Bundesbank.

Der Bundesbank-Präsident sieht angesichts des Konjunkturaufschwungs im Euroraum gute Chancen, dass sich die Inflation dem Ziel von knapp unter zwei Prozent annähert, bei dem die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewahrt sieht.

Die EZB steckt - vor allem über die nationalen Notenbanken - seit März 2015 Milliarden in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen, um Konjunktur und Inflation im gemeinsamen Währungsraum anzukurbeln. In Deutschland ist die ultralockere Geldpolitik umstritten, da die Sparer nur noch minimale Zinsen erhalten und die Banken im angestammten Zinsgeschäft nur noch schwer Gewinne erzielen. Und aus ihren Anleihe-Käufen im Auftrag der EZB hat die Bundesbank ebenfalls Profit geschlagen.

Aber was ist, wenn die Leitzinsen wieder steigen? "Ein Ende der Nettokäufe stellt keine geldpolitische Vollbremsung dar". Der Grund: Mit den erworbenen Anleihen hat die Bundesbank sehr viele Ausstände, deren extrem niedrige Zinsen für sehr lange Laufzeiten fixiert sind. € übrig. Allerdings hatte der im Bundeshaushalt 2,5 Mrd. Dabei ist ihre offene Zinsposition auf 526 Milliarden Euro gewachsen. "Bei dieser Summe führt ein Anstieg der Leitzinsen um einen Prozentpunkt zu jährlichen finanziellen Belastungen von rund fünf Milliarden", rechnete Weidmann vor.

Die EZB jedenfalls verdient bislang gut an den angekauften Wertpapieren: Der Nettogewinn der Zentralbank stieg im vergangenen Jahr auch dank wachsender Zinseinnahmen um 100 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro. Das ist die höchste Risikovorsorge in der Geschichte der Institution. Die Frage ist nur, wann. Trotzdem will Weidmann raus aus der expansiven Zinspolitik. Diese seien "nicht komplett unrealistisch".

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