PSA-Konzern sieht erste Erfolge bei Opel-Sanierung

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Mit den Gewerkschaften wird noch verhandelt.

Der französische Autobauer PSA hatte Opel im vergangenen Sommer von General Motors übernommen. Opel-Chef Lohscheller verwies auf erste Erfolge, die Fixkosten seien bereits um 17 Prozent reduziert worden. Die Analysten vom Investmenthaus Evercore ISI erwarten, dass Opel in diesem Jahr die Gewinnschwelle erreichen und sich damit dem Renditeziel von zwei Prozent für 2020 nähern könnte.

Opel hat PSA im vergangenen Jahr mit einem dreistelligen Millionenverlust belastet. Bisher fahren die Rüsselsheimer hohe Verluste ein. Für das komplette Vorjahr 2016 hatte der damalige Eigentümer GM einen Verlust von umgerechnet 241 Millionen Euro ausgewiesen. Lohscheller und der PSA-Chef betonten beide, dass die Opel-Werke effizienter werden müssen, um zu den Produktionsstandorten der bisherigen PSA-Gruppe aufzuschließen. Lohscheller und sein Entwicklungschef Christian Müller machen zwar Hoffnung auf PSA-weite Kernkompetenzen, sagen aber nicht, wie viele Jobs beispielsweise mit der Brennstoffzelle oder den Vorbereitungen für einen Einstieg in den US-Markt gesichert würden. Auf einen Zeitplan wollte er sich dabei nicht festlegen.

PSA hält an seinem Gewinnziel für Opel fest.

Der PSA-Konzern verdiente 2017 insgesamt operativ knapp vier Milliarden Euro und damit fast ein Viertel mehr als im Vorjahr. Für die Monate August bis Dezember 2017 hat PSA für Opel/Vauxhall einen Verlust von 179 Millionen Euro ausgewiesen. An der Börse ging der PSA-Kurs nach Vorlage der aktuellen Zahlen deutlich nach oben. Wie GM kürzlich erklärte, kostete der Verkauf des Europa-Geschäfts mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall die Amerikaner 6,2 Milliarden Dollar.

Gemessen am Umsatz habe PSA mit rund 10 Prozent die geringsten Lohnkosten der Industrie und sei damit weltweiter Maßstab, verkündete Tavares stolz. Der Umsatz stieg um mehr als 20 Prozent auf 65,2 Milliarden Euro. Denn für die deutschen Werke steht bislang nur eine Rahmenvereinbarung mit der IG Metall und dem Gesamtbetriebsrat zu Kurzarbeit und Frühverrentungen. Die Verhandlungen stecken im Detail.

Betriebsbedingte Kündigungen sind für die rund 18 000 Beschäftigten hierzulande bis Ende dieses Jahres tabu. Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug pocht auf die Einhaltung bestehender Tarifverträge, die nicht nur die Bezahlung regeln. "Tavares sitzt am längeren Hebel". Opel müsse und werde sich verändern. Mit Blick auf den 9. November, als in Rüsselsheim der Sanierungsplan "Pace" vorgestellt wurde, sagte der PSA-Chef: "Die ungeliebten Chefs der Gegenwart werden die Helden der Zukunft sein".

Derweil lobte de Chatillon die Einigung im größten Opelwerk, das sich im spanischen Saragossa befindet. Doch es gebe wegen der CO2-Emissionen keine Diskussion über den Preis.

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