Zu viel Gewalt: Grundschule setzt Wachschutz ein

Nicht der erste Wachschutz an einer Berliner Schule Bereits 2012 bewachten Mostafa Mousavi und Okan Bicakci Schüler in Neukölln

Weil es innerhalb eines Jahres zu 30 Gewaltvorfällen auf dem Schulhof und im Klassenzimmer kam, hat die Spreewald-Grundschule in Schöneberg einen Wachschutz engagiert. Weil es immer öfter zu Problemen mit Gewalt zwischen den Grundschülern und mit handgreiflichen Eltern auf dem Schulgelände gekommen war, sah sich die Schule dazu genötigt. Immerhin haben 99 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund.

► Seit Beginn der Woche seien nur zwei Mitarbeiter der Rheinischen Sicherheitsdienste vor Ort, um für Ruhe zu sorgen. "Die Aggressivität hat stark zugenommen". Kritik kommt von der Stadt. "Mir ist nicht richtig klar, um welche Konflikte es sich konkret handelt und wie sie gelöst werden sollen", sagt Stadtrat Oliver Schworck (SPD). Der Rheinische Sicherheitsdienst hat sich wegen dessen erfolgen an anderen Schulen im Berliner Stadtteil Neukölln für diese Aufgaben qualifiziert.

Doch die Schulleiterin hofft, dass der Stadtrat nach einer erfolgreichen Testphase einlenkt und "eine weitere Finanzierung" gewährleistet. "Es ist schon schockierend, wie gewaltbereit sogar schon Grundschüler sind", sagt Gebietsleiter Masieh Jahn. Alleine die Anwesenheit der Wachleute bewirke jedoch bereits viel. Wie die Eltern der Schüler auf die Maßnahme reagiert haben, sehen Sie bei uns im Video. "Wir sind für sie die Aufpasser".

Bei den Eltern ruft das gemischte Reaktionen hervor.

Es klingt eher nach einer Meldung, die aus den USA stammen könnte, doch auch an deutschen Schulen sind die Kinder mittlerweile so aggressiv, dass sie vor sich selbst geschützt werden müssen. Ich finde, dass das gar nicht geht.

Die "Bild" zitiert eine Mutter, die sich über den Sicherheitsdienst freut. "Der Sicherheitsdienst soll dafür sorgen, dass der Schulalltag für die Kinder ohne Störung und Gewalt verlaufen kann", erklärt Schulleiterin Doris Unzeitig. "Es ist gut, dass es jetzt einen Sicherheitsdienst gibt", beklagt ein anderer Vater, dass sich die Kinder wie im Gefängnis fühlen und das Konzept dringend überarbeitet werden muss.

Die Schule liegt in einem sozialen Brennpunkt in Schöneberg-Nord gleich hinter dem "Sozialpalast" und war zuletzt dadurch aufgefallen, dass viele Kinder vom Schulessen ausgeschlossen wurden, weil die Eltern noch nicht einmal das reduzierte Essen bezahlt haben.

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