Vom chinesischen Staat kommt kein Cent

Geely-Chef Li Shufu Bild AFP

Auch habe er die chinesische Regierung nicht im Voraus um Erlaubnis für den Daimler-Einstieg gefragt.

Li Shufu, Besitzer des chinesischen Automobilproduzenten Geely, hatte für rund 7,5 Milliarden Euro einen Anteil von knapp 9,7 Prozent an Daimler erworben.

Nach dem Einstieg des chinesischen Milliardärs bei Daimler hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) eine Verschärfung der Regeln für ausländische Beteiligungen ins Gespräch gebracht. "Es ist aber Fakt, dass Investoren auch mit kleineren Beteiligungen oft erheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung ausüben können", sagte die Ministerin dem Nachrichtenmagazin. "Vom chinesischen Staat kommt kein Cent - das kann ich Ihnen versichern", sagte der Gründer des Geely-Konzerns der Bild am Sonntag.

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" will der Daimler-Vorstand weder Technologien noch Wissen mit dem neuen Großaktionär teilen.

Der chinesische Großaktionär Li Shufu hat nach eigenen Angaben keine finanzielle Hilfe vom chinesischen Staat für seinen Einstieg beim Autobauer erhalten. China ist für Daimler der wichtigste Markt. "Ich respektiere die Werte und die Kultur von Daimler".

Weitere Auto-Aktien will Li aktuell nicht kaufen. "Derzeit haben wir keinerlei Pläne für weitere Zukäufe", sagte er und fügte hinzu: "Wir konzentrieren uns in nächster Zeit auf die Entwicklung der bestehenden Beteiligungen".

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