Kritik an Förderungsplänen: "E-Sport ist kein Sport"

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DFB-Präsident Reinhard Grindel hat das Vorhaben der großen Koalition, E-Sport aufzuwerten und eine "olympische Perspektive" aufzuzeigen, scharf kritisiert. Der DFB-Präsident geht mit seiner Kritik sogar noch weiter und spricht von einer Verarmung des Sports durch den Einsatz von eSport. DFB-Präsident Reinhard Grindel sah es jetzt offenbar für nötig an, sich mit scharfen Worten klar gegen E-Sport und Computerspiele in Deutschland zu positionieren. Das Hocken vor digitalen Endgeräten sei die größte Konkurrenz für Betätigung auf dem grünen Rasen. "E-Sport ist für mich kein Sport", sagte Grindel bei einem Termin der Zeitung "Weser-Kurier". Vielmehr sehe Grindel in der steigenden Nutzung von mobilen Endgeräten durch Kinder und Jugendliche "eine absolute Verarmung". Man könne sich nicht davor verschließen, dass das digitale Zeitalter auch für den Sport insgesamt zu einem Umbruch führen wird. "Ich hoffe, dass das so nicht kommt". Nach der Gründung des ESBD im November 2017 hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zuletzt die Gründung einer Arbeitsgruppe für eSports angekündigt. Er halte es deshalb für falsch, E-Sport für gemeinnützig zu erklären.

Vor einer solchen Denkweise warnt Jagnow derweil: "Der Einstieg von großen Bundesligavereinen, aber auch von Breitensportvereinen in den eSport in den letzten Monaten zeigt, dass auch im Fußball dieses Bewusstsein wächst". Einer Anerkennung als Sportart steht der DOSB grundsätzlich positiv gegenüber. Dass Grindel nun versuche "eine künstliche Konkurrenzsituation aufzubauen", sei laut Jagnow nur hinderlich. Gerade erst am vergangenen Wochenende jubelten im polnischen Kattowitz abermals mehr als 20.000 Fans bei einem "Counter Strike GO"-Turnier der "Extreme Masters Serie" den Profis an ihren Tastaturen zu".

Bis 2020 soll die Zahl der E-Sport-Fans weltweit auf 600 Millionen Anhänger anwachsen und der Industrie durch Ticketverkäufe und Merchandising Einnahmen von fast 1,3 Milliarden Euro garantieren. Umfragen zufolge bekunden hierzulande mittlerweile ein Viertel der 14- bis 49-Jährigen ihr Interesse am E-Sport. "Als Verband wollen wir versuchen, die Entwicklung in Deutschland zu strukturieren", erklärte Pommer.

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