Genfer Autosalon: Toyota stellt Verkauf von Diesel-Pkw in Europa ein

Volkswagen in Genf das Auto einer neuen Ära Der I.D. VIZZION zeigt das Konzept einer VW-Oberklasselimousine der nächsten Generation

Toyota stellt beim Genfer Autosalon in dieser Woche seinen neuen Auris vor, einen Kompaktwagen mit Hybrid-Antrieb.

Dass Toyota in Europa trotzdem Dieselmodell anbot, war eher der Nachfrage geschuldet.

In Deutschland waren Anfang Januar gut 236700 Hybridautos zugelassen, das war laut Kraftfahrt-Bundesamt eine Steigerung von mehr als 43 Prozent. Noch in diesem Jahr soll die Auslaufphase beginnen - als Reaktion auf die Dieselaffäre.

Der Dieselskandal verleiht Toyota Flügel: Der japanische Autobauer und führende Hersteller von Hybridfahrzeugen gilt als großer Nutznießer der Debatte um dreckige Diesel und drohende Fahrverbote. Im vorigen Jahr hätten bei Toyota weniger als zehn Prozent der verkauften Wagen in dem Segment einen Dieselantrieb gehabt. Während die Deutschen global mit dem Diesel warben, setzte Toyota früh auf Hybrid-Technologie. Schon Ende 2015 hatte Toyota angekündigt, nicht weiter in den Dieselmotor zu investieren. Seitdem geriet die Dieseltechnologie immer stärker in Verruf - auch wegen des gesundheitsschädlichen Ausstoßes von Stickoxid. Dies war ein schwerer Rückschlag für die Automobilindustrie, die jahrelang alles auf die Entwicklung des Diesel gesetzt hatte, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern seinen Absatz in Europa um 14 Prozent steigern - während der gesamte Automarkt nur um 3,4 Prozent wuchs. Als großer Erfolg erwies sich der Hybrid: 2017 verbuchte Toyota einen Zuwachs um 45 Prozent beim Verkauf von Hybridmodellen. Plugin-Hybride wuchsen um fast 112 Prozent auf einen Bestand von gut 44400 Autos. "Viele Kunden wechseln vom Diesel zum Hybrid", sagt auch der Autoexperte Felipe Munoz vom Marktforschungsinstitut Jato Dynamics. "Und Toyota ist dabei die erste Alternative, weil sie die breiteste Hybrid-Serie haben".

Der japanische Autobauer habe außerdem in der Vergangenheit "alle seine Anstrengungen" darauf konzentriert, die Hybrid-Technologie als gute und brauchbare Alternative zu entwickeln und am Markt zu platzieren, sagt Munoz.

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