Streit um Patente: Blackberry reicht Klage gegen Facebook ein

Das Blackberry Passport ist quadratisch

In der Klage beschuldigt Blackberry den Social Media-Konzern, "bei mobilen Messenger-Diensten von Facebook sowie bei den zu dem Konzern gehörenden Apps Technologien von Blackberry einzusetzen", schreibt das Handelsblatt.

Blackberry geht wegen Patentstreitigkeiten gegen Facebook, WhatsApp und Instagram vor. Doch aus dieser Zeit blieben viele Patente, die Geld bringen können. Blackberry hege "großen Respekt" für Facebook und seine Messaging-Dienste, erklärte Unternehmenssprecherin Sarah McKinney. So geht es beispielsweise um die Ausstattung eines Symbols für eine App mit einem Zähler für ungelesene Nachrichten respektive Benachrichtigungen. Oder auch, Menschen in Fotos zu markieren und dabei in einer Suchzeile Namensvorschläge zum Vervollständigen zu bekommen.

Blackberry machte deutlich, dass der am Dienstag eingereichten Klage lange Gespräche mit Facebook vorausgingen. Das Unternehmen habe seine eigenen Anstrengungen zu Innovationen aufgegeben und stürze sich nun auf die Innovationen anderer, erklärte Facebook. "Blackberry hat aufgehört, selbst Innovationen herauszubringen und versucht nun, bei den Erfindungen anderer abzukassieren".

Das Blackberry-Logo hinter der Silhouette eines Mannes: Der Konzern aus Kanada geht rechtlich gegen Facebook vor. Unter dem aktuellen Chef John Chen hat man die verlustreiche eigene Entwicklung und Produktion von Smartphones eingestellt.

Blackberry gehörte einst zu den den Pionieren im Smartphone-Geschäft, wurde aber von Apple und Samsung in den Schatten gestellt. Telefone der Marke Blackberry gibt es zwar immer noch, aber die werden vom chinesischen Hersteller TCL gebaut, der die Namensrechte bekam.

Chen erklärte jüngst, Blackberry sei nicht mehr im Sanierungsstadium. Er schreckt vor dem Gang vor Gericht nicht zurück: Im vergangenen Jahr bekam Blackberry rund 815 Millionen US-Dollar (658 Millionen Euro) vom Prozessorhersteller Qualcomm zurückerstattet. Der Smartphone-Pionier setzte sich mit dem Argument durch, dass ihm eine Rückzahlung zustehe, weil das Unternehmen weniger Smartphones verkaufte als die Patent-Vereinbarung mit Qualcomm vorsah.

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